Position der Präsidentin / des Präsidenten (w/m/d)
Stellenausschreibung
Am Deutschen Archäologischen Institut (DAI) ist zum 1. November 2027 die Position
der Präsidentin / des Präsidenten (w/m/d)
(Kennziffer 29/2026)
zu besetzen.
Das Deutsche Archäologische Institut ist eine teilrechtsfähige Bundesanstalt im Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts mit dem Recht der wissenschaftlichen Selbstverwaltung. Das DAI zählt zu den international führenden Einrichtungen archäologischer Forschung und ist weltweit tätig. Es betreibt Forschungen auf dem Gebiet der verschiedenen archäologischen Disziplinen und ihrer Nachbarwissenschaften, fördert internationale wissenschaftliche Kooperationen und trägt europa- und weltweit zum Schutz, Erhalt und zur Vermittlung des kulturellen Erbes bei.
Die Präsidentin / Der Präsident leitet das Deutsche Archäologische Institut und trägt die Gesamtverantwortung für dessen strategische, wissenschaftliche und organisatorische Entwicklung. Zu den Aufgaben gehören insbesondere die Leitung des Instituts im Rahmen der Satzung, die kulturpolitische Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt sowie die Vertretung des DAI gegenüber Partnern aus Wissenschaft, Politik und Kultur im In- und Ausland. Die Präsidentin / Der Präsident nimmt die Rechtsangelegenheiten des Instituts wahr und arbeitet eng mit dessen Gremien zusammen. Bei der Wahrnehmung dieser Aufgaben wird die Amtsinhaberin / der Amtsinhaber an der Zentrale in Berlin von einer Generalsekretärin / einem Generalsekretär und einer Administrativen Direktorin / einem Administrativen Direktor unterstützt und vertreten.
Die Präsidentin / Der Präsident setzt Impulse für innovative, interdisziplinäre und integrative Forschungsansätze, betreibt eigene wissenschaftliche Forschung, fördert die fachwissenschaftliche Vielfalt und den wissenschaftlichen Nachwuchs und entwickelt die analogen und digitalen Forschungsinfrastrukturen sowie die internationale wissenschaftliche Vernetzung des DAI weiter. Die Tätigkeit umfasst umfangreiche Leitungs-, Repräsentations- und Abstimmungsaufgaben und ist mit regelmäßiger Reisetätigkeit verbunden.
Gesucht wird eine international profilierte Führungspersönlichkeit mit herausragender wissenschaftlicher Reputation und ausgewiesener Erfahrung in der Leitung komplexer Wissenschaftsorganisationen.
Voraussetzungen für die Bewerbung sind:
- ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium sowie Promotion und Habilitation bzw. habilitationsäquivalente Leistungen im Bereich der Archäologie oder einer im DAI vertretenen Nachbarwissenschaft (z. B. Bauforschung, Alte Geschichte);
- durch Publikationen nachgewiesene wissenschaftliche Leistungen in den Arbeitsgebieten des DAI;
- nachgewiesene Leitungserfahrung von mindestens fünf Jahren mit wissenschaftlicher, strategischer und administrativer Verantwortung (einschließlich Personal- und Budgetverantwortung), vorzugsweise in einer Forschungseinrichtung, Hochschule oder einem größeren Forschungsverbund;
- in den letzten fünf Jahren nachgewiesene Erfahrung in der Konzeption, Leitung und administrativen Umsetzung wissenschaftlicher Forschungsprojekte sowie in der analogen und digitalen Publikation wissenschaftlicher Forschungsergebnisse;
- nachgewiesene internationale Vernetzung, insbesondere durch internationale Forschungskooperationen, Forschungsprojekte und forschungsbezogene Auslandserfahrung, vorzugsweise im Bereich der am DAI vertretenen Disziplinen und Methoden;
- sehr gute Beherrschung der deutschen und englischen Sprache in Wort und Schrift (mindestens Niveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen).
Erwünscht sind darüber hinaus:
- ausgewiesene wissenschaftliche Exzellenz und eine herausragende wissenschaftliche Reputation, belegt durch einschlägige Publikationen und einen entsprechenden wissenschaftlichen Werdegang;
- Vertrautheit mit Fragen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik sowie der Außenwissenschaftspolitik;
- ausgezeichnetes Kommunikations- und Repräsentationsvermögen in wissenschaftlichen, politischen und öffentlichen Kontexten, national wie international;
- hohe soziale Kompetenz, Teamfähigkeit sowie ausgeprägte Integrations- und Durchsetzungsfähigkeit;
- Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich des Schutzes, Erhalts und der Vermittlung des kulturellen Erbes;
- Erfahrung in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie in der Weiterentwicklung wissenschaftlicher Forschungsinfrastrukturen;
- Fähigkeit zur strategischen und digitalen Profilbildung des DAI und zur Weiterentwicklung komplexer Organisations- und Gremienstrukturen.
Frauen und Bewerbende mit Schwerbehinderung oder diesen gleichgestellte Personen werden bei gleicher Eignung entsprechend den gesetzlichen Grundlagen bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen werden unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion und Weltanschauung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität begrüßt.
Das DAI unterstützt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch flexible und mobile Arbeitsformen.
Der mehrstufige Auswahlprozess erfolgt nach Maßgabe der Satzung des Deutschen Archäologischen Instituts und wird mit der Sitzung der Generalversammlung in der Woche vom 26. bis 30. April 2027 abgeschlossen.
Der Dienstposten ist nach Besoldungsgruppe B 6 BBesG bewertet. Die Besetzung der Stelle erfolgt bei Vorliegen der laufbahn- und beamtenrechtlichen Voraussetzungen im Beamtenverhältnis. Bei Nichtvorliegen der entsprechenden Voraussetzungen ist eine Einstellung in ein außertarifliches Beschäftigungsverhältnis vorgesehen. Die Vergütung richtet sich nach den persönlichen und sachlichen Voraussetzungen in Anlehnung an die Besoldungsgruppe B 6 BBesG.
Die Führungsposition wird gemäß § 24 BBG zunächst für zwei Jahre im Beamtenverhältnis auf Probe übertragen. Bei einer Besetzung im außertariflichen Beschäftigungsverhältnis erfolgt die Übertragung der Führungsposition zunächst für zwei Jahre befristet. Aufgabenzuschnitt und Arbeitsorganisation sind grundsätzlich auf eine Vollzeittätigkeit angelegt. Eine Teilzeitbeschäftigung ist jedoch bei vollzeitnaher Teilzeit realisierbar. Dienstort ist Berlin.
Bewerbungen sind bis zum 09.11.2026 ausschließlich elektronisch, zusammengefügt in einem PDF-Dokument, an praes-wahl@dainst.de mit folgenden Unterlagen einzureichen:
- Bewerbungsbogen Wissenschaft,
- tabellarischer Lebenslauf,
- Nachweise der Abiturprüfung, des Studienabschlusses, der Promotion und gegebenenfalls der Habilitation oder habilitationsäquivalenter Leistungen,
- soweit vorhanden, dienstliche Beurteilungen und Arbeitszeugnisse,
- Publikationsliste unter Hervorhebung der fünf wichtigsten Publikationen,
- fünf frei ausgewählte wissenschaftliche Schriften, die im Rahmen des Auswahlverfahrens hinsichtlich der wissenschaftlichen Exzellenz bewertet werden,
- Darstellung der Forschungsschwerpunkte einschließlich einer Übersicht der bisherigen Forschungsprojekte unter Angabe der jeweiligen Funktion und der Verantwortung für die Einwerbung von Drittmitteln,
- überzeugendes Konzept für die Wahrnehmung der mit dem Präsidentenamt verbundenen Aufgaben.
Im Zusammenhang mit der Bewerbung werden personenbezogene Daten mit größter Sorgfalt und Diskretion behandelt. Die Datenschutzinformation des DAI ist auf der Website abrufbar. Diese informiert gemäß Art. 13 DSGVO über den Umfang und die Art und Weise der Verarbeitung personenbezogener Daten sowie über die diesbezüglichen Rechte der betroffenen Personen.
Für weitere Auskünfte zum Bewerbungsverfahren steht das Personalreferat unter der nachstehenden genannten E-Mail-Adresse und Telefonnummer gern zur Verfügung:
Sachgebietsleiterin Personal, Claudia Hornung
Tel.: +49 (0)30 187711-262
E-Mail: praes-wahl@dainst.de

