Sammlungs- und Ausstellungsdirektor*in
Sammlungs- und Ausstellungsdirektor*in
Zu besetzen ist ab Januar 2027 die Stelle als Sammlungs- und Ausstellungsdirektor*in, in der Entgeltgruppe 15 TVÖD (Bund). Die Einstellung erfolgt zunächst befristet auf zwei Jahre. Der Zeitraum der Befristung dient der Erprobung. Eine Entfristung ist bei Vorliegen der Voraussetzungen vorgesehen. Es handelt sich um eine Vollzeitstelle mit 39 Wochenstunden. Die Eingruppierung erfolgt nach den persönlichen Voraussetzungen.
Der*die Sammlungs- und Ausstellungsdirektor*in ist unmittelbar der Museumsdirektorin unterstellt und verantwortet die Organisationsbereiche Ausstellungen, Archiv, Bibliothek, Sammlungsgebiete und Sammlungsmanagement. Bei der Position der Sammlungs- und Ausstellungsdirektor*in handelt es sich um eine herausgehobene Führungsposition mit umfassender Budget- und Personalverantwortung. Für diese mit einem hohen Grad an Eigenverantwortung versehene Position wird eine führungserfahrene, teamorientierte Persönlichkeit mit Gestaltungsvermögen und Entscheidungsfreude gesucht.
Unter der Gesamtverantwortung der Direktorin ist der*die Sammlungs- und Ausstellungsdirektor*in Teil des Leitungsteams und nimmt so Einfluss auf die Strategie der Stiftung JMB. Das Jüdische Museum Berlin hat als Museum des Bundes den Auftrag, eine überregionale, umfangreiche, qualitätvolle Sammlung zur jüdischen Kultur in Deutschland aufzubauen und damit auch über die Grenzen der Bundesrepublik auszustrahlen.
Folgende Aufgaben erwarten Sie u.a.
- Strukturierung, Koordination und Weiterentwicklung der Organisationseinheit Sammlung und Ausstellungen inklusive seiner Bereiche mit übergeordneter fachlicher Verantwortung
- Verantwortung für die strategische Planung eines attraktiven, zeitgemäßen und publikumsorientierten Ausstellungsprogramms gemeinsam mit dem*der Museumsdirektor*in
- Verantwortung für die strategische Weiterentwicklung der Sammlungsarbeit (Sammlungsgebiete, Archiv und Bibliothek) des Jüdischen Museums Berlin einschließlich der Provenienzforschung und Digitalisierung der Sammlung
- Verantwortung für die strategische und inhaltliche Weiterentwicklung des Sammlungsmanagements mit den Teilbereichen Depotverwaltung, Restaurierung, Registrars, Sammlungs- und Fotodokumentation sowie der Notfallplanung und Risikoanalyse gemäß SicherheitsLeitfaden Kulturgut (SiLK)
- Verantwortung und Begleitung der strategischen Ziele: Verankerung des JMB in der deutschen Gesellschaft, Inklusion, Nachhaltigkeit und digitale Transformation in der Organisationseinheit
- Aufbau und Pflege von nationalen und internationalen Kooperationen sowie Zusammenarbeit mit anderen Museen, wissenschaftlichen und kulturellen Institutionen
- Gesamtbudget- und Personalverantwortung für die unterstellten Bereiche und Drittmittelprojekte
- Entwicklung strategischer Museumsziele für das Jüdische Museum Berlin gemeinsam mit der Museumsdirektorin, der Vermittlungs- und Digitaldirektorin und dem Verwaltungsdirektor
Unsere Anforderungen
- Abgeschlossenes geisteswissenschaftliches Hochschulstudium (Master / Magister / Staatsexamen / Diplom)
- Kenntnisse der Geschichte und Kultur der deutschen Jüdinnen*Juden und der Jüdinnen*Juden in Deutschland und des Judentums
- Langjährige Leitungs- und ausgewiesene Managementerfahrung, zumindest in Teilbereichen des Aufgabenspektrums sowie Führungs- und Sozialkompetenzen, idealerweise erworben in einer Kultur- oder Wissenschaftseinrichtung
- Mehrjährige Berufserfahrung in sammlungsbezogener Arbeit inkl. Digitalisierung sowie im Umgang mit sensiblen Beständen und mehrjährige Berufserfahrung auf dem Gebiet der Planung, Konzeption und Organisation von Ausstellungen
- Sehr gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache in Wort und Schrift
- Nationale und internationale Vernetzung in relevanten Bereichen
- Ausgewiesene Fähigkeit zum übergeordneten, strategischen Denken und Planen und ausgeprägtes Kommunikationsvermögen sowie souveränes Auftreten; kooperativer, integrativer und motivierender Führungsstil mit ausgeprägter Teamorientierung
- Wünschenswert: Erfahrungen im Changemanagement, Drittmittelakquise, Diversitätskompetenz und umfassendes Verständnis von Barrierefreiheit sowie Kenntnisse der hebräischen Sprache
Unser Angebot
- Zukunftssichere Beschäftigung im Öffentlichen Dienst
- Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit mobil zu arbeiten
- 30 Tage Jahresurlaub nach TVöD, 24.12. sowie 31.12. sind arbeitsfrei
- Betriebliche Altersvorsorge (VBL) und vermögenswirksame Leistungen
- Jahressonderzahlung sowie ein jährliches Leistungsentgelt
- Weiterbildungsmöglichkeiten im Rahmen Ihrer Tätigkeit
- Zentral gelegener Arbeitsplatz mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr
- Option eines Deutschland-Tickets Job oder Jobtickets, das vom Arbeitgeber bezuschusst wird
Das Jüdische Museum Berlin gehört zu den herausragenden Institutionen in der europäischen Museumslandschaft. Mit seiner 2020 neu eröffneten Dauerausstellung und den Wechselausstellungen, seinen Sammlungen, dem Veranstaltungsprogramm und der W. Michael Blumenthal Akademie sowie den digitalen und pädagogischen Angeboten ist das Museum ein lebendiger Ort des Dialogs und der Reflexion jüdischer Geschichte und Gegenwart in Deutschland. ANOHA, die Kinderwelt des JMB, erzählt als spielerisches Erlebnisangebot für Kinder die Geschichte der Arche Noah.
Die Stiftung Jüdisches Museum Berlin fördert die berufliche Gleichstellung aller Geschlechter und Lebensformen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist uns ein großes Anliegen. Wir begrüßen Bewerbungen aller Menschen ungeachtet ihrer nationalen, kulturellen, religiösen oder nicht-religiösen Zugehörigkeit. Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung. Bitte senden Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennziffer 14/2026 bis zum 13. September 2026 an bewerbung@jmberlin.de.
Die Unterlagen sind in Form einer zusammengefassten Datei im PDF-Format (max. 10 MB) einzureichen. Nach Abschluss des Verfahrens werden Ihre Unterlagen maximal drei Monate lang aufbewahrt.
Die Bewerbungsgespräche werden voraussichtlich in der Woche vom 12. bis 16. Oktober 2026 stattfinden.
Nähere Auskünfte zum Bewerbungsverfahren erteilt Ihnen gerne Herr Krogulec unter der Telefonnummer 030/25993482. Inhaltliche Fragestellungen richten sie bitte an die Direktorin Hetty Berg 030/25993440
