Stadtoberinspektor/in bzw. Tarifbeschäftigte/r (m/w/d)
Beistand gemäß § 55 SGB VIII und Urkundsperson gemäß § 59 SGB VIII
Arbeitsgebiet:
Führung von Beistandsvorgängen
• selbstständige Bearbeitung der Beistandschaftsakten gemäß § 1712 BGB
• Unterhaltsanspruchssicherung durch Fertigung der Inverzugsetzung gemäß § 1605 und § 1613 BGB
• Schaffung von Unterhaltstiteln durch freiwillige Beurkundung bzw. durch gerichtliche Maßnahmen in Form des vereinfachten oder streitigen Verfahrens
• Vertretung des Kindes im gerichtlichen Verfahren einschließlich Vorbereitung der Schriftsätze, Wahrnehmung von Terminen und Abstimmung mit dem Gericht
• Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen in Zwangsvollstreckungs- und Insolvenzverfahren
• Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen zur Hemmung der Verjährung und Ver-hinderung der Verwirkung von Unterhaltsansprüchen
• Prüfung, Abrechnung und Erstattung von übergegangenen Unterhaltsansprüchen (Unterhaltsvorschuss, Leistungen nach SGB II)
• Verwaltung und Führung der Unterhaltskonten bei der Zentralen Kasse
• Übernahme und Beendigung von Beistandschaften einschließlich Schlussrechnung/Abschlussbericht
• Abstimmung grundsätzlicher Entscheidungen und Maßnahmen mit dem antragsberechtigten Elternteil
• Wahrung und Überleitung des Unterhaltsanspruchs bei auslaufenden Beistandschaften und zum Eintritt der Volljährigkeit
• Entscheidung und Schlusszeichnung entsprechend der jeweils aktuell geltenden Zeichnungs- und Anordnungsbefugnisse
Beratung und Unterstützung gemäß § 18 und § 52a SGB VIII
• Aufklärung über die Bedeutung einer festgestellten Vaterschaft, die rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten der Feststellung (freiwillig oder gerichtlich) sowie über die Folgen einer nicht festgestellten Vaterschaft
• Beratung über Höhe, Titulierung und Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen, zur Inanspruchnahme von Unterhaltsersatzleistungen einschließlich Unterhaltsvor-schuss und weiterer Rechtsfolgen sowie zu Ansprüchen im Zusammenhang mit der Geburt des Kindes
• Beratung über die Möglichkeit der Beantragung einer Beistandschaft sowie deren Umfang, Ablauf und Rechtsfolgen
• Beratung und Erläuterung zu den Voraussetzungen, Möglichkeiten und rechtlichen Auswirkungen der gemeinsamen elterlichen Sorge
• Beratung und Unterstützung bei der eigenständigen Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen nach Eintritt der Volljährigkeit
• Aufklärung über Ansprüche nach § 1615l BGB
• gemeinsame Beratung von beiden Elternteilen im paritätischen Wechselmodell
Urkundsperson
• Beurkundung gemäß § 59 SGB VIII
• Vorbereitung- und Nachbereitung von Beurkundungen
• Siegelführer*in
Hervorzuhebende Sonderaufgaben
• rechtliche Vertretung von Minderjährigen im Rahmen der Beistandschaft nach § 1712 BGB
• Wahrnehmung gerichtlicher Verfahren vor dem Familien- und Kammergericht gemäß § 114 FamFG
Anforderungen:
Bei Tarifbeschäftigten (m/w/d):
Erfolgreich abgeschlossenes Fachhochschul- oder Bachelorstudium der öffentlichen Verwaltung/Verwaltungswirtschaft, Public Administration/Management, Recht (Ius), der Rechtspflege oder ein erfolgreich abgeschlossenes Fachhochschul- oder Bachelorstudium im Bereich der Fachrichtung Recht
Es kommen auch Beschäftigte mit einer erfolgreich abgeschlossenen dreijährigen Berufsausbildung in der öffentlichen Verwaltung und mit einem erfolgreich abgeschlossenen Verwaltungslehrgang II bzw. der Teilnahme am Verwaltungslehrgang II in Betracht.
Des Weiteren können sich Kolleginnen und Kollegen mit mindestens 3-jähriger Berufserfahrung im Jugendamt auf die Stellenausschreibung bewerben. Verbunden wäre eine verpflichtende Personalentwicklungsmaßnahme mit erfolgreichem Abschluss des VLII oder analogem Abschluss.
Bei Beamtinnen und Beamten (m/w/d):
Erfüllung der laufbahnrechtlichen Voraussetzungen für das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe zwei (ehemals gehobener Dienst) des allgemeinen Verwaltungsdienstes im Laufbahnzweig nichttechnischer Verwaltungsdienst
Das Anforderungsprofil ist auf „https://www.berlin.de/ba-mitte/karriere/stellenangebote“ abrufbar. Das Anforderungsprofil gibt detailliert wieder, welche Kompetenzen die Stelle erfordert und ist Grundlage für die Auswahlentscheidung.
Frauen werden bei gleichwertiger Qualifikation (Eignung, Befähigung und fachliche Leistung) bevorzugt berücksichtigt.
Schwerbehinderte Menschen oder diesen gleichgestellte behinderte Menschen werden bei gleichwertiger Qualifikation (Eignung, Befähigung und fachliche Leistung) bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.
Sofern Sie bereits im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, ist für das Auswahlverfahren eine aktuelle dienstliche Beurteilung erforderlich. Bitte veranlassen Sie, dass in Ihrer Personalakte eine entsprechende dienstliche Beurteilung enthalten ist. Zudem werden Sie gebeten, in Ihrer Bewerbung Ihr Einverständnis zur Einsichtnahme in Ihre Personalakte – auch durch die Beschäftigtenvertretungen – zu erklären.
Falls Sie nicht im öffentlichen Dienst tätig sind, fügen Sie ihrer Bewerbung bitte ein aktuelles qualifiziertes Arbeitszeugnis bei.
Die Übersendung eines Bewerbungsfotos ist nicht erforderlich.
Bei Interesse bewerben Sie sich bitte innerhalb von drei Wochen nach Veröffentlichung vorzugsweise online über das Karriereportal, der zentralen Bewerbungsplattform der Berliner Verwaltung, unter der folgenden Internetadresse:
https://www.karriereportal-stellen.berlin.de/BeistandBeistaendin-gemaess-55-SGB-VIII-und-Urkundsperson--de-j67027.html
Sollte Ihnen dies ausnahmsweise nicht möglich sein, senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen direkt an das Bezirksamt Mitte von Berlin (Kontaktdaten s. http://www.berlin.de/ba-mitte).
