Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d)
Bei der Stiftung Deutsches Historisches Museum ist vorbehaltlich der endgültigen Mittelzusage durch den Zuwendungsgeber schnellstmöglich die Stelle einer / eines
wissenschaftlichen Mitarbeiterin / wissenschaftlichen Mitarbeiters (m/w/d) für das drittmittelgeförderte Projekt „Reverse Shot. Bilder deutscher Verbrechen in Europa“
zu besetzen.
Die Stelle ist bis zum 29.02.2028 befristet und nach Entgeltgruppe 13 TVöD-Bund bewertet.
Es handelt sich um eine Vollzeitstelle mit einer derzeitigen Wochenarbeitszeit von 39 Stunden. Der Dienstort ist Berlin-Mitte.
Das von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) geförderte Projekt entwickelt eine Webanwendung zur kritischen Auseinandersetzung mit Fotografien aus dem deutsch besetzten Europa während des Zweiten Weltkriegs. Ausgangspunkt sind Fotografien des Propaganda-Kompanie-Fotografen Gerhard Gronefeld aus der Sammlung des Deutschen Historischen Museums. Ziel des Projekts ist es, Fotografien aus Täterperspektive historisch einzuordnen, ihre Bildstrategien offenzulegen und sie mit Perspektiven der Opfer und anderer zeitgenössischer Quellen zu kontrastieren.
Die Stelle ist in der Abteilung Ausstellungen angesiedelt und verantwortet die Entwicklung der partizipativen Inhalte des Projekts.
Die Bereitschaft zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung gemäß den dienstlichen Erfordernissen sowie die Bereitschaft zu Dienstreisen werden vorausgesetzt.
Das Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen:
- Konzeption und Entwicklung der digitalen Vermittlungsangebote gemeinsam mit internen und externen Projektpartner
- Konzeption, Planung, Organisation und Durchführung von Workshops mit Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden
- Entwicklung partizipativer Methoden, mit denen junge Erwachsene an der Konzeption der digitalen Anwendung mitwirken
- Auswertung und Dokumentation der Workshops sowie Ableitung von Anforderungen und Nutzerbedürfnissen für die Webanwendung
- Entwicklung von Materialien für Multiplikatoren sowie Begleitung der Pilotierung in unterschiedlichen Bildungskontexten
- Abstimmung mit externen Dienstleistern (u. a. Design, Programmierung und Medienproduktion)
- Steuerung der Projektabläufe, Zeit- und Meilensteinplanung sowie Dokumentation gegenüber der Fördermittelgeberin
- Mitarbeit bei der wissenschaftlichen Erschließung und Vermittlung der Projektinhalte
- Durchführung von mehrtägigen Veranstaltungen, auch an Wochenenden und an Veranstaltungsorten außerhalb Berlins
Folgende Anforderungen werden gestellt:
- Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder vergleichbar) in Geschichte, Public History oder einer vergleichbaren geistes- oder kulturwissenschaftlichen Disziplin
- Nachgewiesene Kenntnisse zur Geschichte des Nationalsozialismus, des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzungsherrschaft in Europa
- Nachgewiesene mehrjährige Erfahrung in der Geschichtsdidaktik zum Thema Nationalsozialismus, idealerweise mit NS-Fotografien
- Nachgewiesene Erfahrung in der Konzeption und Durchführung von Vermittlungsprojekten für Jugendliche und junge Erwachsene
- Fließende Deutschkenntnisse (ab GER-Niveaustufe C1) in Wort und Schrift
- Fließende Englischkenntnisse (ab GER-Niveaustufe C1) in Wort und Schrift
Wünschenswert sind:
- Sehr gute Kenntnisse einer weiteren europäischen Sprache in Wort und Schrift
- Erfahrungen in der Konzeption oder Weiterentwicklung digitaler Bildungs- und Vermittlungsangebote, insbesondere webbasierten Anwendungen
- Erfahrung in der Zusammenarbeit mit interdisziplinären Projektteams (z. B. Design, Programmierung oder Medienproduktion)
Außerdem zeichnen Sie sich aus durch:
- Sehr gute Kommunikations- und Moderationsfähigkeit
- Ausgeprägte organisatorische Fähigkeiten
- Selbstständige, strukturierte und lösungsorientierte Arbeitsweise
- Teamfähigkeit sowie Freude an partizipativen Arbeitsprozessen
Wir bieten:
- Mitarbeit an einem innovativen und gesellschaftlich relevanten Bildungsprojekt
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Sammlung, Vermittlung und externen Partnerinstitutionen
- Gestaltungsspielraum bei der Entwicklung neuer digitaler Vermittlungsformate
- Enge Zusammenarbeit mit den Bereichen Fotografische Sammlung, Bildung und Vermittlung sowie dem Dokumentationszentrum „Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzung in Europa“
Zur Steigerung der Repräsentanz kultureller Vielfalt in der Stiftung Deutsches Historisches Museum sind Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten ausdrücklich erwünscht. Die Stiftung Deutsches Historisches Museum fördert die berufliche Gleichstellung aller Geschlechter nach dem Bundesgleichstellungsgesetz sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eine diskriminierungsfreie Arbeitsumgebung hat für uns absolute Priorität. Bei gleicher Eignung werden schwerbehinderte Menschen und ihnen Gleichgestellte nach Maßgabe der gesetzlichen Regelungen besonders berücksichtigt.
Bitte richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Lebenslauf, Arbeits- und sonstigen Zeugnissen und anderen Bewertungen sowie Unterlagen unter Angabe der Kennziffer: Projekt bis zum 31.07.2026 ausschließlich elektronisch an bewerbung@dhm.de.
Bewerbungen in elektronischer Form sind ausschließlich per E-Mail möglich und dürfen aus technischen Gründen nur als eine PDF-Datei mit einer Größe von 8 Megabyte übertragen werden. Bitte wählen Sie die Dateibezeichnung "Nachname_Vorname.PDF". Andere Dateiformate oder weitere Anhänge werden ohne Rückmeldung gelöscht oder abgewiesen.
Informationen und die Hinweise zum Datenschutz finden Sie unter www.dhm.de/datenschutz/datenschutz-fuer-bewerberinnen/
