Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) auf dem Gebiet der Romanischen Sprachen (Schwerpunkt Spanisch)
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät – Institut für Romanistik
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) auf dem Gebiet der Romanischen Sprachen (Schwerpunkt Spanisch) mit vorauss. Vollzeit, E 13 TV-L HU (Drittmittelfinanzierung befristet bis 31.12.2030)
Ihre Aufgaben:
- wissenschaftliche Dienstleistungen in Forschung und Lehre im Rahmen des Projekts: „Every Voice Matters: Scaling Dialectology Using Computational Methods“ (VW-Stiftung: Momentum)
- Aufbau eines lateinamerikanischen Dialekt-Baumkorpus als Erweiterung von COSER-UD.
- Entwicklung und Dokumentation von Annotationsworkflows (merkmalsgesteuerte Satzauswahl, Abhängigkeitsparsing, kollaborative Überprüfung)
- Organisation und Durchführung von Lehrveranstaltungen (BA/MA: mind. 3 während der Projektlaufzeit), Weiterbildungsangeboten (mind. 4 während der Projektlaufzeit), Workshops und Sommerschule zur Integration computergestützter Methoden in die linguistische und Didaktische Forschung (z. B. UD-Annotation usw.) einschließlich Modulabschlussprüfungen und konzeptionelle Aufgaben
- Schulung und Betreuung von Studierenden und wissenschaftlichen Hilfskräften in Transkriptionsprüfung, Metadatenorganisation und Annotation
- Datenanalyse
- Wissenschaftliche Publikationen - Koordination der Dissemination
Das bringen sie mit:
- abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium sowie eine Promotion in Linguistik, Computerlinguistik, Informatik oder einem verwandten Fachgebiet
- sichere Beherrschung der spanischen Sprache in Wort und Schrift (mind. C1-Niveau)
- sichere Beherrschung der englischen Sprache in Wort und Schrift (mind. C1-Niveau)
- LLM-Expertise: Fundierte Erfahrung im Fine-Tuning und Instruction-Tuning (z. B. LoRA), sowie in der Evaluierung von LLMs und multilingualen Transformer-Modellen
- linguistische Annotation: Erfahrung mit den Annotationsstandards der Universal Dependencies (UD) und dem CoNLL-U-Format
- Kenntnisse in Parsing und Parser-Evaluierung (z. B. SpaCy)
- Korpuskuration: Erfahrung mit kollaborativen Annotationswerkzeugen
- NLP-Programmierung: Fortgeschrittene Programmierkenntnisse in Python mit Fokus auf NLP-Anwendungen (PyTorch)
- Erfahrung im Bereich GPU-Computing (CUDA, Google Colab, HPC)
- Kenntnisse in statistischen Analysemethoden für die Auswertung linguistischer Variation
- Lehrerfahrung auf Universitätsniveau
- nachgewiesene Publikationstätigkeit oder nachweisbares Potenzial in Computerlinguistik oder NLP
- profunde Kenntnisse in Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen
- selbstständige, strukturierte und organisierte Arbeitsweise sowie die Fähigkeit, Prioritäten zu setzen
- ausgeprägte Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie Flexibilität bei sich ändernden Projektanforderungen
Das wäre wünschenswert:
- Erfahrung mit (wissenschafts-)organisatorischer Einbindung (z. B. Studiengänge)
- Nachgewiesene Expertise in (spanischer) Dialektologie und Morphosyntax
- Kenntnisse in Sprachtechnologie (ASR) und deren Integration in Annotationspipelines
- Erfahrung mit GIS (Geoinformationssystemen) zur räumlichen Analyse und Visualisierung dialektaler Verteilung
- Erfahrung mit Citizen Science oder Crowdsourcing-Plattformen für die Datenerhebung
- vorherige Arbeit mit lateinamerikanischen Spanisch-Varietäten
- gute Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift (mind. B1-Niveau)
Ihre vollständige Bewerbung richten Sie bitte unter Angabe der Kennziffer DR/164/26 an die Humboldt-Universität zu Berlin, Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Romanistik, Prof. Dr. Miriam Bouzouita, Unter den Linden 6, 10099 Berlin oder bevorzugt per E-Mail in einer PDF-Datei an spanische.linguistik@hu-berlin.de.
Erforderliche Bewerbungsunterlagen:
- Motivationsschreiben
- Lebenslauf
- Zeugnisse
- Publikationsliste
- Liste der Vorträge, Posterpräsentationen und Fortbildungen
- Übersicht über abgeschlossene und laufende Forschungsprojekte
- Nachweise über bisherige Lehrerfahrung
- Forschungskonzept im Rahmen einer geplanten Habilitationsschrift
Für Fragen zur Ausschreibung steht Ihnen Prof. Dr. Miriam Bouzouita (miriam.bouzouita@hu-berlin.de) gern zur Verfügung.
Die Besetzung der Stelle ist zum 01.01.2027 vorgesehen.
Zur Sicherung der Gleichstellung sind Bewerbungen qualifizierter Frauen besonders willkommen. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationsgeschichte sind ausdrücklich erwünscht. Da wir Ihre Unterlagen nicht zurücksenden, bitten wir Sie, Ihrer Bewerbung nur Kopien beizulegen.
Die Humboldt-Universität zu Berlin ist tarifgebunden und wendet den TV-L HU an. Informationen zur Eingruppierung und zum Jahresentgeltrahmen finden Sie hier: https://hu.berlin/ETRL.
Datenschutzrechtliche Hinweise zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten im Rahmen des Ausschreibungs- und Auswahlverfahrens finden Sie auf der Homepage der Humboldt-Universität zu Berlin: https://hu.berlin/DSGVO.

