Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) im Bereich Bibliotheks- und Informationswissenschaft
Philosophische Fakultät - Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) im Bereich Bibliotheks- und Informationswissenschaft mit vorauss. Vollzeit - E 13 TV-L HU (Drittmittelfinanzierung befristet bis 31.12.2027)
Die 1810 gegründete Humboldt-Universität zu Berlin ist eine der führenden deutschen Hochschulen. Als Volluniversität mit über 36.000 Studierenden verbindet sie Forschungsexzellenz mit innovativer Nachwuchsförderung. Ihre internationalen Netzwerke, interdisziplinären Forschungskooperationen sowie ihre progressiven Lehrkonzepte prägen den Wissenschaftsstandort Berlin. Die Humboldt-Universität verfügt über den Status einer Exzellenzuniversität.
Das Projekt Erstcheck NS-Raubgut für Öffentliche Bibliotheken (gefördert vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste und gemeinsam durchgeführt von Vivien Petras, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, und Michaela Scheibe, Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz & Deutscher Bibliotheksverband, Kommission Provenienzforschung und Provenienzerschließung) will deutschlandweit in einer repräsentativen Auswahl Erstchecks in Öffentlichen Bibliotheken durchführen, um eine fundierte Einschätzung zu potentiellem NS-Raubgut in diesen noch kaum untersuchten Beständen zu erarbeiten. Damit soll eine belastbare Grundlage geschaffen werden, um die Provenienzforschung in diesem Bereich zielgerichtet vorantreiben zu können.
Das ausgeschriebene Vorhaben sieht Erstchecks in 13 Bibliotheken unterschiedlichster Größe und Ausrichtung aus sechs Bundesländern vor, die im bisherigen Projektverlauf noch nicht oder erst teilweise untersucht wurden. Berücksichtigt werden Bestände von wenigen tausend (Stadtbibliotheken Hof, Reutlingen oder Ulm) bis weit über hunderttausend Bänden (Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz, Diözesanbibliothek Münster), deren Herkunft oft unbekannt, in etwa der Hälfte der Fälle jedoch durch erste Verdachtsmomente belastet ist.
Infos zum Projekt: https://www.ibi.hu-berlin.de/de/forschung/information_retrieval/projekte-aktivitaeten/dzk-ns-raubgut-ob
Ihre Aufgaben:
- wissenschaftliche Dienstleistungen in der Forschung im DZK-geförderten Projekt Erstcheck NS-Raubgut für Öffentliche Bibliotheken als Provenienzforscher*in
- Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von deutschlandweiten Bestandsprüfungen in 13 Bibliotheken
- Verfassen von Berichten und Veröffentlichung im ProvenienzWiki über die erzielten Ergebnisse unter Einbeziehung der bisherigen Projektergebnisse
- ggf. Präsentation der Ergebnisse
- Abstimmung der Projektorganisation und -durchführung mit den Projektleiterinnen Vivien Petras und Michaela Scheibe
Das bringen Sie mit:
- abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium vorzugsweise auf dem Gebiet der Bibliotheks- und Informationswissenschaft oder einer historisch orientierten geisteswissenschaftlichen Disziplin oder einem verwandten Fach
- Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Organisation und Durchführung von Drittmittelprojekten
- sichere Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift (mind. C1-Niveau)
- ausgeprägte soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit
- hohes Maß an Belastbarkeit, Engagement und Flexibilität
- Bereitschaft zu umfangreicher Reisetätigkeit im Rahmen des Projektes
Das wäre wünschenswert:
- Kenntnisse und nachgewiesene praktische Erfahrungen in der NS-Raubgut-Forschung zu Bibliotheksbeständen sind von Vorteil
Unser Angebot:
- ein modernes Arbeitsumfeld
- eine tarifliche Eingruppierung (TV-L)
- abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Aufgaben
- eine strukturierte Einarbeitung
- flexible Arbeitszeiten (Gleitzeit)
- sehr gute Weiterbildungsmöglichkeiten
Als familiengerechte Hochschule fördern wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Ihr Weg an die HU:
Ihre vollständige Bewerbung richten Sie bitte unter Angabe der Kennziffer DR/141/26 an die Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Prof. Dr. Vivien Petras (Sitz: Dorotheenstr. 26, 10117 Berlin), Unter den Linden 6, 10099 Berlin oder bevorzugt per E-Mail in einer PDF-Datei an vivien.petras@ibi.hu-berlin.de.
Erforderliche Bewerbungsunterlagen:
- Motivationsschreiben
- tabellarischer Lebenslauf
- Nachweis der erforderlichen Qualifikation (Zeugnisse, Urkunden, Weiterbildungsnachweise)
- Arbeitszeugnisse oder Beurteilungen
Für Fragen zur Ausschreibung und zum Aufgabengebiet steht Ihnen Vivien Petras (vivien.petras@ibi.hu-berlin.de) gern zur Verfügung.
Die Besetzung der Stelle ist zum 01.01.2027 vorgesehen.
Zur Sicherung der Gleichstellung sind Bewerbungen qualifizierter Frauen besonders willkommen. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationsgeschichte sind ausdrücklich erwünscht. Da wir Ihre Unterlagen nicht zurücksenden, bitten wir Sie, Ihrer Bewerbung nur Kopien beizulegen.
Die Humboldt-Universität zu Berlin ist tarifgebunden und wendet den TV-L HU an. Informationen zur Eingruppierung und zum Jahresentgeltrahmen finden Sie hier: https://hu.berlin/ETRL.
Datenschutzrechtliche Hinweise zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten im Rahmen des Ausschreibungs- und Auswahlverfahrens finden Sie auf der Homepage der Humboldt-Universität zu Berlin: https://hu.berlin/DSGVO.
