Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) mit dem Schwerpunkt Fotografiegeschichte
Bei der Stiftung Deutsches Historisches Museum ist vorbehaltlich der endgültigen Mittelzusage durch den Zuwendungsgeber schnellstmöglich die Stelle einer / eines
wissenschaftlichen Mitarbeiterin / wissenschaftlichen Mitarbeiters (m/w/d) mit dem Schwerpunkt Fotografiegeschichte für das Drittmittelprojekt „Reverse Shot. Bilder deutscher Verbrechen in Europa“
zu besetzen.
Die Stelle ist bis zum 29.02.2028 befristet und nach Entgeltgruppe 13 TVöD-Bund bewertet. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 19,5 Wochenstunden. Der Dienstort ist Berlin-Mitte.
Das von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) geförderte Projekt entwickelt eine Webanwendung zur kritischen Auseinandersetzung mit Fotografien aus dem deutsch besetzten Europa während des Zweiten Weltkriegs. Ausgangspunkt sind Fotografien des Propaganda-Kompanie-Fotografen Gerhard Gronefeld aus der Sammlung des Deutschen Historischen Museums. Ziel des Projekts ist es, Fotografien aus Täterperspektive historisch einzuordnen, ihre Bildstrategien offenzulegen und sie mit Perspektiven der Opfer und anderer zeitgenössischer Quellen zu kontrastieren.
Die Stelle ist in der Abteilung Sammlung angesiedelt und verantwortet die wissenschaftliche Erarbeitung der fotografiegeschichtlichen Inhalte des Projekts.
Das Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen:
- Wissenschaftliche Recherche und Erschließung des relevanten fotografischen Bestands von Gerhard Gronefeld sowie weiterer einschlägiger Bildquellen
- Analyse der Entstehungs-, Überlieferungs- und Wirkungskontexte von Fotografien aus dem deutsch besetzten Europa
- Recherche und Auswahl ergänzender Quellen, insbesondere Fotografien, schriftlicher Zeugnisse und Dokumente aus der Perspektive der Verfolgten und Opfer
- Wissenschaftliche Mitarbeit bei der Konzeption und Umsetzung der digitalen Projektmodule, Verfassen von wissenschaftlich fundierten Texten, Bildkommentaren und Annotationen
- Mitarbeit bei der Entwicklung einer kritischen Methodik zum Umgang mit Fotografien aus Täterperspektive
- Betreuung der wissenschaftlichen Grundlagen für die Zusammenarbeit mit den Projektpartnern aus Bildung, Vermittlung und Medienentwicklung
- Organisation und Begleitung von Digitalisierungs- und Bildrechteprozessen
Folgende Anforderungen werden gestellt:
- Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder vergleichbar), vorzugsweise in Geschichte, Kunstgeschichte, Public History, Visual History oder einer vergleichbaren Disziplin
- Nachgewiesene Kenntnisse zur Fotografiegeschichte des Nationalsozialismus, des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzungsherrschaft in Europa
- Erfahrung im wissenschaftlichen Arbeiten mit historischen Fotografien und Bildquellen
- Erfahrungen archivischer und dokumentarischer Arbeitsweisen sowie Methodenkompetenz in wissenschaftlicher Recherche und Quellenkritik
- Fließende Deutschkenntnisse (ab GER-Niveaustufe C1) in Wort und Schrift
- Fließende Englischkenntnisse (ab GER-Niveaustufe C1) in Wort und Schrift
Wünschenswert sind:
- Erfahrung mit Museums- oder Sammlungsbeständen
- Kenntnisse im Umgang mit digitalen Sammlungen, Bilddatenbanken oder digitalen Forschungs- und Dokumentationsumgebungen
- Sehr gute Kenntnisse einer weiteren europäischen Sprache in Wort und Schrift
Außerdem zeichnen Sie sich aus durch:
- Eine strukturierte und selbstständige Arbeitsweise
- Freude an interdisziplinärer Zusammenarbeit
- Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit
- Sorgfalt und ein hohes Maß an wissenschaftlicher Genauigkeit
Wir bieten:
- Mitarbeit an einem innovativen Bildungsprojekt mit hoher gesellschaftlicher Relevanz
- Wissenschaftliche Arbeit an einem bedeutenden fotografischen Sammlungsbestand des Deutschen Historischen Museums
- Enge Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung, dem Fachbereich Bildung und Vermittlung sowie der Stabsstelle Dokumentationszentrum „Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzung in Europa“
- Ein interdisziplinäres Arbeitsumfeld an der Schnittstelle von Fotografiegeschichte, Visual History, Museumsarbeit und digitaler Vermittlung
Zur Steigerung der Repräsentanz kultureller Vielfalt in der Stiftung Deutsches Historisches Museum sind Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten ausdrücklich erwünscht. Die Stiftung Deutsches Historisches Museum fördert die berufliche Gleichstellung aller Geschlechter nach dem Bundesgleichstellungsgesetz sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eine diskriminierungsfreie Arbeitsumgebung hat für uns absolute Priorität. Bei gleicher Eignung werden schwerbehinderte Menschen und ihnen Gleichgestellte nach Maßgabe der gesetzlichen Regelungen besonders berücksichtigt.
Bitte richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Lebenslauf, Arbeits- und sonstigen Zeugnissen und anderen Bewertungen sowie Unterlagen unter Angabe der Kennziffer: Fotografie bis zum 31.07.2026 ausschließlich elektronisch an bewerbung@dhm.de.
Bewerbungen in elektronischer Form sind ausschließlich per E-Mail möglich und dürfen aus technischen Gründen nur als eine PDF-Datei mit einer Größe von 8 Megabyte übertragen werden. Bitte wählen Sie die Dateibezeichnung "Nachname_Vorname.PDF". Andere Dateiformate oder weitere Anhänge werden ohne Rückmeldung gelöscht oder abgewiesen.
Informationen und die Hinweise zum Datenschutz finden Sie unter www.dhm.de/datenschutz/datenschutz-fuer-bewerberinnen/.
