Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (Volljurist*in) - Abteilung BSt Menschenhandel
Das Deutsche Institut für Menschenrechte ist die unabhängige Nationale Menschenrechtsinstitution Deutschlands (§ 1 DIMR-Gesetz). Es ist gemäß den Pariser Prinzipien der Vereinten Nationen akkreditiert (A-Status). Zu den Aufgaben des Instituts gehören Politikberatung, Menschenrechtsbildung, Information und Dokumentation, anwendungsorientierte Forschung zu menschenrechtlichen Themen sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen. Es wird vom Deutschen Bundestag finanziert. Das Institut ist zudem mit dem Monitoring der Umsetzung von UN-Behindertenrechtskonvention und UN-Kinderrechtskonvention sowie der Berichterstattung zu den Konventionen des Europarats zu Menschenhandel und zu Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt betraut worden. Hierfür hat es entsprechende Monitoring- und Berichterstattungsstellen eingerichtet.
Die ausgeschriebene Stelle ist in der Berichterstattungsstelle Menschenhandel verortet. Die Berichterstattungsstelle hat die Aufgabe, den Stand der Umsetzung der staatlichen Verpflichtungen aus dem Übereinkommen des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels sowie der EU-Richtlinie zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer in Deutschland kontinuierlich und unabhängig zu beobachten, Trends und Entwicklungen im Bereich Menschenhandel aufzuzeigen sowie Bericht zu erstatten.
Zur Mitarbeit in der Berichterstattungsstelle Menschenhandel sucht das Institut zum 01.11.2026 eine*n rechtswissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (Volljurist*in) für die Rechtsgebiete Migrationsrecht und Arbeitsrecht.
Die Stelle ist eine Vollzeitstellt und wird entsprechend Entgeltgruppe 13 TVöD (Bund) vergütet. Sie ist bis zum 31.10.2030 befristet. Die Stellenbesetzung erfolgt unter dem Vorbehalt der Zusage des Zuwendungsgebers.
Dienstort ist Berlin.
Menschenrechtsarbeit braucht vielfältige Perspektiven. Wir begrüßen daher Bewerbungen von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen, insbesondere von Menschen mit Behinderungen und Menschen, die sich als Sinti*zze, Rom*nja, Schwarze Menschen, Person of Color, jüdisch, muslimisch oder Geflüchtete bezeichnen, sowie von trans- oder intergeschlechtlichen Personen und Hochschulabsolvent*innen der ersten Generation.
Ihre Aufgaben:
- Wissenschaftliche Auswertung der Vorgaben internationaler Rechtsvorschriften zu Menschenhandel (v.a. Menschenhandelskonvention sowie Menschenhandelsrechtlinie in Verbindung mit der Opferschutzrichtlinie) und deren Anwendung nach deutschem Recht
- Juristische Analysen im Themenfeld Menschenhandel und zu relevanten rechtswissenschaftlichen Fragestellungen
- Recherche und Auswertung von Gesetzgebung und Rechtsprechung zum Themenfeld Menschenhandel und zu angrenzenden Rechtsgebieten
- Vermittlung von Handlungsempfehlungen gegenüber politischen Entscheidungsträger*innen und Vertreter*innen von zivilgesellschaftlichen Verbänden
- Mitarbeit am dritten Monitor „Menschenhandel in Deutschland“ der Berichterstattungsstelle Menschenhandel und dessen Veröffentlichung
- Ausbau und Verstetigung von Kooperationen mit Rechtsanwender*innen, Bundes- und Länderressorts sowie Wissenschaft und Zivilgesellschaft
Ihr Profil:
Sie sind Volljurist*in und verfügen über
- Mehrjährige Forschungs- oder anwaltliche Erfahrung im Migrations- und Arbeitsrecht
- Sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift (C1) und gute Englischkenntnisse (B2)
- Ergebnisorientierte, eigenständige und strukturierte Arbeitsweise
- Kommunikations- und Teamkompetenz
Wünschenswert sind:
- Kenntnisse im Bereich Familienrecht, Strafrecht oder Sozialrecht
- Kenntnisse im Bereich Menschenhandel und Ausbeutung
- Kenntnisse des deutschen, europäischen oder internationalen Menschenrechtsschutzsystems
- Berufserfahrung im Migrationsrecht
- Erfahrung im Menschenrechts-Monitoring bzw. in der Überprüfung menschenrechtlicher Standards
- Praktische Erfahrungen mit der Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams
- Kenntnisse im Projektmanagement
Wir bieten:
eine abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Position in einem interdisziplinären, hochmotivierten Team, in dem eine wertschätzende Zusammenarbeit auf Augenhöhe gelebt wird.
Durch eine flexible Arbeitszeitgestaltung und die Möglichkeit mobiler Arbeit ermöglichen wir eine gute Balance zwischen Berufs- und Privatleben. Wir bieten auch Unterstützung bei technischen Hilfsmitteln und sonstigen individuellen Bedarfen. Das Institut unterstützt nachhaltige Mobilität durch einen Zuschuss zum Deutschlandticket Job. Das Institut bezuschusst zudem die betriebliche Altersvorsorge (VBLU) sowie vermögenswirksame Leistungen. Unsere Mitarbeitenden können die Vorteile einer Mitgliedschaft im Sozialwerk Bund und der Wohnungsfürsorge des Bundes nutzen.
Die Tätigkeit wird bei Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen entsprechend Entgeltgruppe 13 TVöD (Bund) vergütet.
Kontakt:
Wir führen ein halb-anonymisiertes Bewerbungsverfahren durch. Zur Bewerbung nutzen Sie bitte ausschließlich unser Onlinebewerbungsformular und füllen die dort hinterlegten Bewerbungsunterlagen aus. Bitte schicken Sie uns weder Lebenslauf noch Anschreiben oder Foto. Bewerbungen, die per E-Mail eingehen, werden im Verfahren nicht berücksichtigt und gelöscht. Wenn wir Ihre vollständigen Unterlagen benötigen, werden wir Sie kontaktieren. Barrierefreie Bewerbungsformate stellen wir Ihnen gern zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie dafür Frau Sina Kahlmeier, kahlmeier@dimr.de oder Tel.: 030 – 25935926
Die Bewerbungsfrist endet am 21.08.2026 um 23:59 Uhr.
Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich in der 38. KW über Zoom oder MS Teams statt. Der genaue Termin wird mit der Einladung bekannt gegeben.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
