ein wissenschaftlicher Mitarbeiter / eine wissenschaftliche Mitarbeiterin
Das Bundesamt für Naturschutz ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Wir beraten das BMUKN in allen Fragen des nationalen und internationalen Naturschutzes und der Landschaftspflege, fördern Naturschutzprojekte, betreuen Forschungsvorhaben und sind zuständige Meeresnaturschutzbehörde für die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone sowie Genehmigungsbehörde für die Ein- und Ausfuhr geschützter Tier- und Pflanzenarten.
Für unseren Standort in Bonn Bad-Godesberg suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet auf 3 Jahre im Rahmen eines Wissenschaftszeitvertrages (nach §2 WissZeitVG)
eine wissenschaftliche Mitarbeiterin / einen wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d)
Kennziffer 367/26
für das Fachgebiet I 3.3 „Ein- und Ausfuhr von Tieren und Pflanzen“.
Das Fachgebiet mit derzeit 25 Mitarbeitenden ist als international benannte CITES Vollzugsbehörde (Management Authority) zuständig für Bearbeitung aller Genehmigungsanträge für die Ein-, Aus- und Wiederausfuhr von Exemplaren geschützter Arten nach der EU-Artenschutzgrundverordnung, welche das multilaterale Übereinkommen CITES in der Europäischen Union umsetzt.
Die Wahrnehmung der nachfolgend gelisteten Aufgaben ist grundsätzlich auch im Wege der Teilzeitbeschäftigung möglich.
Aufgaben:
- Digitalisierung und aktives Begleiten von Verwaltungsprozessen im Fachgebiet von der Konzeption bis zur erfolgreichen Umsetzung im gesamten Lebenszyklus.
- Rechtliche Begleitung der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen im Fachgebiet, insbesondere Prüfung und Bewertung rechtlicher Anforderungen im Kontext der Modernisierung des CITES Fachverfahrens VIA.
- Erarbeitung rechtlicher Bewertungen in diesem Kontext, z.B. in den Bereichen: Einsatz generativer KI in der Verwaltung, E-Government, Haftungs- und Datenschutzfragen bei automatisierten Prozessen, etc.
- Übersetzen komplexer juristischer Vorgaben in präzise technische Anforderungen, um die Schnittstelle zwischen Recht und IT optimal zu besetzen.
- Unterstützung des Fachgebietes bei internationaler und europäischer CITES-Gremien-Arbeit (insbesondere im Bereich Entwicklung und Umsetzung eines E-Permitting Prozesses im BfN) durch Recherche und Aufbereitung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und Entwicklungen; z.B. durch Aufbereitung relevanter Fakten und Daten für die Politikberatung, Anfertigung von Positionspapieren, Stellungnahmen, Expertisen und Gutachten.
- Entwicklung eines IT-gestützten Verfahrens zur Gebührenermittlung, das eine rechtssichere, datenschutzkonforme und möglichst automatisierte sowie personalressourcenschonende Aktualisierung der Gebührenhöhe ermöglicht.
- Wissenschaftliche Veröffentlichung und Präsentation von Forschungsergebnissen sowie ggfs. Teilnahme an relevanten Tagungen.
Voraussetzungen:
- Abgeschlossenes rechtswissenschaftliches oder vergleichbares Studium, bevorzugt 2. juristisches Staatsexamen oder LL.M..
- Einschlägige Erfahrungen im öffentlichen Recht und/oder in den Bereichen Datenschutzrecht und IT-Recht, insbesondere in den folgenden Bereichen: DSGVO, OZG, EU AI Act und Verwaltungsverfahrensrecht.
- Mind. gute Kenntnisse von KI-Technologien (z. B. LLMs, RPA) und im Bereich IT-Sicherheit.
- Ausgeprägte Fähigkeit, Inhalte adressatengerecht (auch interdisziplinär) und verständlich zwischen verschiedenen Akteuren (z. B, Jurist*innen, IT-Teams, Verwaltung) zu vermitteln.
- Ausgeprägte Team- und Kooperationsfähigkeit, soziale, empathische und Genderkompetenz.
- Interesse an aktuellen innovativen Fragestellungen und der Mitgestaltung der digitalen Verwaltung.
- Sehr gute kommunikative Fähigkeiten sowie verhandlungssichere Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache in Wort und Schrift.
- Sicherer Umgang mit den gängigen Windows-Anwendungen und Erfahrungen in der Internetrecherche sowie mit KI-Tools.
Wünschenswert:
- Berufserfahrung in den Bereichen Digitalisierung, E-Government und/oder KI-Recht (Behörde, Kanzlei, Beratung). Erfahrungen im Bereich der Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben in die Verwaltungspraxis.
- Erfahrungen im Umgang mit einer relationalen Datenbank sind von Vorteil.
- Verhandlungserfahrungen und Bereitschaft zur Mitarbeit in nationalen, EU- und internationalen Gremien.
- Kenntnisse im Bereich der Tier- und Pflanzenkunde, insb. im Artenschutz.
- Kenntnisse einer weiteren Fremdsprache (Französisch und/oder Spanisch).
Es wird anheimgestellt, ggf. auch außerberuflich erworbene Fähigkeiten, Qualifikationen und Erfahrungen anzugeben, die für die Auswahlentscheidung relevant sein könnten.
Bei vorliegenden Voraussetzungen ist eine Einstellung in die Entgeltgruppe 13 TVöD Bund vorgesehen.
Das BfN gewährleistet die berufliche Gleichstellung aller Geschlechter und fördert die Vielfalt unter den Mitarbeitenden. Es ist bestrebt, den Frauenanteil in Bereichen zu erhöhen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Qualifizierte Frauen werden nachdrücklich zur Bewerbung aufgefordert.
Von Schwerbehinderten Menschen und ihnen gleichgestellten Bewerber*innen wird nur ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt; sie werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Freuen Sie sich auf:
- Familienfreundliche Behördenkultur (Familienservice, Eltern-Kind-Büro)
- Modernes und nachhaltiges Arbeitsumfeld
- Individuelle Förderung (Weiterentwicklung durch vielfältige persönliche und fachliche Fortbildungen)
- Gute Verkehrsanbindung
- Ladesäulen für Elektroautos
- Zuschuss zum Deutschland-Jobticket
- Flexible Arbeitszeitmodelle und mobiles Arbeiten
Näheres über uns erfahren Sie auf unserer Homepage: www.bfn.de
Falls Sie sich für diese Stelle interessieren, bitten wir um Ihre Online-Bewerbung über die Plattform Interamt (www.interamt.de) unter der Stellen-ID 1509666. Hierfür ist eine einmalige Registrierung notwendig. Bewerbungsschluss ist der 03.12.2026.
Neben der vollständigen Eingabe der persönlichen Daten und dem Bewerbungsschreiben bitten wir darum, folgende Anlagen als pdf-Dokumente hochzuladen: lückenloser, tabellarischer Lebenslauf; Qualifikations- bzw. Studiennachweise; soweit vorhanden Arbeitszeugnisse bzw. dienstliche Beurteilungen; relevante Fortbildungsnachweise; ggf. Nachweis über Schwerbehinderung.

