Wissenschaftliche Leitung der Gedenkstätte und des NS - Dokumentationszentrums
Die Bundesstadt Bonn
hat zum 1. April 2027
für das Kulturamt
die Stelle als
wissenschaftliche Leitung der Gedenkstätte und des NS - Dokumentationszentrums
- Entgeltgruppe 13 TVöD -
zu besetzen.
Die Bundesstadt Bonn, in der mehr als 347.000 Menschen leben, ist deutsche UNO-, Kongress- und Beethovenstadt, Sitz zahlreicher internationaler und wissenschaftlicher Institutionen, von Bundesministerien und obersten Bundesbehörden, einer traditionsreichen Universität sowie Standort globaler Unternehmen. Bonn ist eine wachsende Stadt und bietet eine hohe Lebensqualität sowie vielseitige Freizeitmöglichkeiten sowohl in der Stadt als auch in der umliegenden Region.
Seit dem Jahr 1986 sammelt und dokumentiert die Gedenkstätte Informationen zu Bonn in der Zeit des Nationalsozialismus und zu Bonner Verfolgten. Gedenkstätte und NS - Dokumentationszentrum Bonn sind nach 36 Jahren in freier Trägerschaft seit dem 1. Januar 2021 Einrichtungen der Bundesstadt Bonn. Zum Angebot gehören Führungen, Workshops, Rundgänge, Vorträge und Sonderausstellungen. Externen Forschenden stehen eine umfangreiche Dokumentation und eine Fachbibliothek zur Verfügung.
Nachdem die Dauerausstellung zum Jahresende 2025 in der Franziskanerstraße 9 geschlossen wurde, erfolgen derzeit alle erforderlichen Klärungen und Planungen für die Etablierung von Gedenkstätte und NS - Dokumentationszentrum an einen historischen Standort. In den Wirtschaftsräumen des ehemaligen Benediktinerinnen - Klosters „zur ewigen Anbetung“ in Bonn - Endenich, 1941 von der Gestapo zum Ghettolager für die jüdische Bevölkerung umfunktioniert, wird eine neue Dauerausstellung eingerichtet.
Organisatorisch sind Gedenkstätte und NS - Dokumentationszentrum eine Abteilung des Kulturamtes.
Sie übernehmen die wissenschaftliche und organisatorische Leitung der Institution und steigern die Sichtbarkeit und Attraktivität.
Hierzu gehören:
- Klärung aller im Zusammenhang mit Bau und Umzug anfallenden Fragestellungen auf Seite der Institution und Begleitung der Planungen und der Umsetzung des Baus
- Akquise von Förder-, Sponsoring- und sonstigen Drittmitteln zur Absicherung und Fortentwicklung der Institution
- Fortsetzung und Abschluss der Neukonzeption für den Standort in Bonn - Endenich
- wissenschaftliche Weiterentwicklung des Profils der Gedenkstätte
- Verantwortung für die künftige Konzeption und Realisierung eines facettenreichen Wechselausstellungs- und Veranstaltungsprogramms mit neuen Vermittlungsformaten, z. B. digitaler Formate
- Forschung und Dokumentation.
Sie arbeiten darüber hinaus mit den anderen städtischen Gedächtniseinrichtungen (Stadtarchiv und Stadtmuseum) und der Koordinierungsstelle Erinnerungskultur vernetzt.
Vorausgesetzt wird:
- ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Magister, Diplom oder Master) in einer für das Tätigkeitsfeld grundlegenden Fachrichtung, vorzugsweise in Geschichte, Kulturwissenschaften oder Volkskunde sowie
- mehrjährige einschlägige Erfahrungen in der Leitung / stellvertretenden Leitung und der konzeptionellen Weiterentwicklung vergleichbarer Einrichtungen.
Darüber hinaus verfügen Sie über vertiefte und ausgewiesene Kenntnisse der Geschichte des Nationalsozialismus und der Lokal- bzw. Regionalgeschichte.
Kenntnisse über die nationale und internationale Gedenkstätten-, Forschungs- und Museumslandschaft sowie historischer Forschungsmethodik sind von Vorteil.
Eine Promotion ist erwünscht.
Erforderlich sind zudem:
- Erfahrungen in der Budgeterstellung und -verwaltung sowie dem Fundraising und der Drittmittelakquise
- kuratorische Erfahrungen im professionellen Ausstellungsbereich (verantwortliche teamorientierte Konzeption und Umsetzung von Ausstellungsprojekten inkl. pädagogischer Angebote)
- Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit einrichtungsnahen Institutionen wie Fördervereinen und Beiräten
- hohe kommunikative Kompetenz, Verhandlungsgeschick und ein sicheres Auftreten in unterschiedlichen gesellschaftlichen, medialen und institutionellen Kontexten
- sehr gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache in Wort und Schrift.
Erfahrung mit partizipativen und interdisziplinären Projekten und Prozessen im Kulturbereich sind ebenso erwünscht wie eine gute nationale Vernetzung mit vergleichbaren musealen und wissenschaftlichen Einrichtungen.
Sie zeigen großes Interesse an Zukunftsthemen wie digitalen Strategien, Inklusion und Diversität und bringen die Bereitschaft zu Arbeit auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten mit.
Sie übernehmen Verantwortung im Sinne unseres Führungsleitbilds (hier) und setzen es aktiv um.
Es handelt sich um eine Vollzeitstelle. Die Besetzung ist auch in Teilzeit möglich.
Gemäß Landesgleichstellungsgesetz und Gleichstellungsplan der Bundesstadt Bonn werden Bewerbungen von Frauen für diese Stelle bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.
Die Bundesstadt Bonn verfolgt das Ziel, die Vielfalt der Bevölkerung auch in der Stadtverwaltung abzubilden und setzt sich daher aktiv für Chancengleichheit und Diversität ein. Vielfalt ist ein wichtiger Teil unserer Unternehmenskultur und wir sind bestrebt, ein offenes Arbeitsumfeld zu pflegen, das Menschen unabhängig von ihrer ethnischen, kulturellen und sozialen Herkunft, ihres Alters, ihrer Behinderung, ihrer Religion sowie ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität gleiche Chancen bietet.
Wir bestärken Menschen mit einer Migrationsbiografie sich zu bewerben, da wir ihren Anteil in allen Bereichen und Ebenen erhöhen möchten. Bewerbungen von Menschen mit Behinderung sind erwünscht.
Das bieten wir:
- eine gemeinwohlorientierte Tätigkeit und einen zukunftssicheren Arbeitsplatz
- ein modernes Personalentwicklungskonzept mit umfangreichen Fortbildungsmöglichkeiten
- flexible Arbeitszeiten, Teilzeitarbeit
- die grundsätzliche Möglichkeit des Fahrradleasings für unbefristet Mitarbeitende nach der Probezeit
- betriebliches Gesundheitsmanagement und attraktive betriebliche Zusatzversorgung
- regelmäßige Tariferhöhungen.
Benefit: Mobiles Arbeiten
Seit dem 01.06.2023 bieten wir unseren Mitarbeitenden die Möglichkeit des ortsunabhängigen Arbeitens. Der Umfang richtet sich nach den persönlichen und fachlichen Voraussetzungen und kann nach erfolgreicher Einarbeitungsphase beginnen. Mobiles Arbeiten ist bei uns unter speziellen Voraussetzungen sogar aus dem Ausland (EU - Ausland, Europäischer Wirtschaftsraum, Schweiz) möglich.
Bleiben Sie fit: im Rahmen unserer Firmenfitness - Kooperation mit Urban Sports erhalten Sie Zugang zu vielfältigen Sport- und Wellnessangeboten.
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Bewerbungsunterlagen
Bitte bewerben Sie sich ausschließlich über das Online - Stellenportal der Bundesstadt Bonn (karriere.bonn.de). Die Erfassung per Mail oder Post übersandter Bewerbungen ist grundsätzlich nicht möglich.
Ihrer Online - Bewerbung fügen Sie bitte folgende Unterlagen bei:
- ein Bewerbungsanschreiben
- einen tabellarischen Lebenslauf
- Abschlusszeugnis (Studium etc.)
- Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse soweit vorhanden.
Kontakt:
Für Auskünfte zum Aufgabengebiet steht Ihnen die Amtsleiterin Susanne König unter der Rufnummer 0228 - 77 45 16 oder per E ‑ Mail unter kulturamt@bonn.de zur Verfügung.
Für Auskünfte zum Bewerbungsverfahren steht Ihnen beim Personal- und Organisationsamt Andreas Dickmann unter der Rufnummer 0228 - 77 34 23 zur Verfügung.
Bewerbungsfrist
Die Bewerbungsfrist endet am 22.11.2026.

