Ausbildung Justizfachwirt (m/w/d) 9/2026 - 2-jährige duale Ausbildung - Beamtenlaufbahn mittlerer Justizdienst
Du möchtest einen Beruf erlernen, der sinnvoll ist und dazu beiträgt, den Rechtsstaat und unsere Demokratie zu stärken? Dann starte jetzt mit einer Ausbildung zur Justizfachwirtin bzw. zum Justizfachwirt (Beamtenlaufbahn mittlerer Justizdienst) in die Zukunft!
In allen Bereichen der Justiz sind neben Richterinnen und Richtern, Rechtspflegerinnen und Rechtspflegern auch Justizfachwirte tätig. Sie sind verantwortlich für den reibungslosen Ablauf des Verfahrens und haben abwechslungsreiche Aufgaben, sowohl am Schreibtisch als auch bei der Protokollführung direkt im Gerichtssaal.
Als Justizfachwirtin bzw. Justizfachwirt bist du die wichtige Schnittstelle zwischen der Justiz und den Bürgerinnen und Bürgern: Du stehst ihnen mit Rat und Tat zur Seite und erklärst die jeweiligen Sachverhalte und weiteren Prozessabläufe.
Was machen Justizfachwirte?
Gerichtsverhandlungen protokollieren: Justizfachwirte nehmen als Protokollanten regelmäßig an Gerichtsverhandlungen teil. Dabei benötigen sie umfangreiches Fachwissen und eine gute Auffassungsgabe - denn nichts, was im Gerichtssaal gesagt wird, darf verloren gehen.
Akten- und Schriftverkehr verwalten: Justizfachwirte erledigen den gesamten Schriftverkehr im Verfahren. Protokolle von Gerichtsverhandlungen, aber auch Zeugenaussagen, Gutachten und Zustellungsurkunden wichtiger Unterlagen gehören in die jeweilige Akte.
Wichtige Dokumente bearbeiten: Haftbefehle und Vollstreckungsbescheide anfertigen, Anträge aufnehmen oder Zeugenvorladungen erstellen. Für Dokumente wie diese sind Justizfachwirte - je nach Einsatzgebiet - zuständig.
Wie läuft die Ausbildung ab?
Der Vorbereitungsdienst - so nennt sich die Ausbildungszeit - beginnt jährlich Anfang September, dauert 2 Jahre und beinhaltet Theorie und Praxis:
- 2 Monate Einführungspraktikum
- 2 Monate Berufspraktikum I
- 6 Monate fachtheoretischer Lehrgang I
- 12 Monate Berufspraktikum II
- 2 Monate fachtheoretischer Lehrgang II
Das Einführungspraktikum und die 2 fachtheoretischen Lehrgänge finden am Campus Frankfurt am Main statt.
Das erwartet dich während deiner Zeit am Campus:
- Campus mitten in Frankfurt mit guter Anbindung an den ÖPNV
- Täglich nach dem Unterricht nach Hause - Zeit für Freunde und Hobbys!
- Moderne Lehrsäle mit Klimatisierung
- Gratis Kaffee und Wasser
- Günstige Snacks und Speisen
Am Campus Frankfurt am Main gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten. Du pendelst also täglich nach Frankfurt am Main.
In beiden Berufspraktika bei deinem Ausbildungsamtsgericht lernst du dann, wie du das
theoretische Wissen in die Praxis umsetzt. Dabei wirst du von deiner Ausbildungsleitung als zentrale Ansprechperson betreut und durchläufst fast alle Abteilungen des Gerichts. Auch die Staatsanwaltschaft lernst du kennen. Erfahrene Ausbilderinnen und Ausbilder begleiten dich und stehen für alle Ausbildungsfragen zur Verfügung.
Du wirst während der Ausbildung heimatnah den Ausbildungsamtsgerichten zugewiesen. Falls Kapazitäten bei diesen Amtsgerichten erschöpft sind, erfolgt die Zuweisung zu einem anderen Ausbildungsgericht.
Die Berufspraktika finden bei den Ausbildungsamtsgerichten in Süd-, West- und Mittelhessen sowie dem Rhein-Main-Gebiet statt. Für den Start ab September 2026 sind das z. B. Darmstadt, Offenbach am Main, Dieburg, Bensheim/Lampertheim, Groß-Gerau, Langen, Michelstadt/Fürth, Rüsselsheim, Seligenstadt, Frankfurt am Main, Bad Homburg, Königstein, Gießen, Büdingen, Friedberg, Gelnhausen, Hanau, Limburg, Weilburg, Wetzlar und Wiesbaden.
Nach der Ausbildung kannst Du grundsätzlich bei jeder hessischen Justizbehörde eingesetzt werden, ein Anspruch auf Verwendung bei einer bestimmten Behörde besteht nicht. Aktuell besteht hoher Einstellungsbedarf im Rhein-Main-Gebiet, sodass Du nach einer heimatnahen Ausbildung neue Erfahrungen sammeln und verschiedene Einsatzmöglichkeiten in der Justiz zentral erleben kannst - durchaus mit der Möglichkeit nach einer Wartezeit an Gerichte und Staatsanwaltschaften in Heimatnähe zurückversetzt werden zu können.
Einige unserer Leistungen während der Ausbildung:
- Verbeamtung ab dem 1. Tag
- 30 Tage Urlaub im Jahr
- ca. 1.591 € Anwärterbezüge brutto monatlich
- Vergünstigte Fitnessangebote in Kooperation mit Wellhub
- Beihilfe zur Krankenversicherung (Übernahme von 50% der Krankheitskosten, private Krankenversicherung möglich)
- "LandesTicket" zur kostenfreien Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in Hessen (Nah- u. Regionalverkehr)
- Vermögenswirksame Leistungen (Sparzulage durch das Land Hessen)
- Grundsätzliche Übernahme nach der Ausbildung
Diese Voraussetzungen bringst du mit:
- Realschulabschluss oder gleichwertig anerkannter Bildungsstand (z. B. Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung)
- Deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union oder der Länder Island, Liechtenstein, Norwegen oder Schweiz
- Höchstalter 40 Jahre (hiervon ausgenommen sind in bestimmten Fällen Soldaten auf Zeit mit mindestens zwölfjähriger Dienstzeit)
Deine Bewerbung
Bitte bewerbe dich für den Einstellungstermin September 2026 über das Bewerberportal des Landes Hessen (Link am Ende der Ausschreibung).
Bitte lade folgende Unterlagen als PDF-Dokument innerhalb des Bewerbungsvorganges hoch:
- Lebenslauf (mit Angabe der Staatsangehörigkeit)
- Kopie des Abschlusszeugnisses oder des letzten Schulzeugnisses (Zeugnisse aus dem Ausland mit Anerkennung des ausländischen Bildungsnachweises - für Hessen ist das Staatliche Schulamt Darmstadt zuständig)
- ggfs Bewerbungsnschreiben (Bewerbungsanschrift: Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Zeil 42, 60313 Frankfurt am Main)
- evtl. Zeugnisse über Beschäftigungen seit der Schulentlassung (auch Ausbildung und/oder Studium)
- Noch nicht volljährig? Einverständniserklärung der*des gesetzlichen Vertreter*s
- ggfs. Nachweise zum Grad der Behinderung/Gleichstellung
Bitte gebe an, dass du dich über INTERAMT bei uns bewirbst.
Die hessische Justiz fördert aktiv die Gleichstellung aller Mitarbeiter*innen. Wir begrüßen deshalb im Rahmen der rechtlichen Vorgaben für die ausgeschriebene Stelle Bewerbungen von allen Menschen, unabhängig von deren Geschlecht, kultureller und sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Orientierung.
