Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (Doktorand*in)
Die Europa-Universität Viadrina ist eine international und interdisziplinär ausgerichtete Hochschule, die in der Doppelstadt Frankfurt (Oder)-Słubice auf der polnischen und deutschen Seite der Oder rund 4.000 Studierende aus aller Welt in rechts-, wirtschafts- und kulturwissenschaftlichen Studiengängen ausbildet. Sie lebt die europäische Idee im Alltag, fördert in Lehre und Forschung die europäische Integration und bildet mit rund 300 wissenschaftlichen und 300 nichtwissenschaftlichen Beschäftigten eine Gemeinschaft, der die gelingende Kommunikation und Kooperation mit dem östlichen Europa ein besonderes Anliegen ist.
Das Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION sucht ab Mai 2026 eine*n
Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (Doktorand*in)
Kenn-Nummer: 4113-26-01
Arbeitszeit 75 % (30 h/Woche), Entgeltgruppe 13 TV-L
Die Stelle ist bis zum 30.04.2029 befristet mit der Option der Verlängerung, sollte das Projekt verlängert werden, und Teil des Drittmittelprojekts.
„Antisemitismus in der (p)ostmigrantischen Gesellschaft. Erfahrungen, Thematisierung und Formationen von Antisemitismus in russisch- und ukrainischsprachigen migrantischen Milieus“ (AntOstMig)
Das Forschungsprojekt untersucht Erfahrungen, Thematisierungsweisen und Formationen von Antisemitismus in jüdischen und nicht-jüdischen russisch- und ukrainischsprachigen migrantischen Milieus in Deutschland. AntOstMig erforscht vor dem Hintergrund multipler politischer Krisen und Konflikte die Veränderungen individueller Erfahrungen mit und kollektiver Thematisierungsweisen von Antisemitismus, paradigmatische Formationen von Antisemitismus in sozialen Medien, die diese Milieus prägen, sowie den Umgang mit und die Thematisierung von Antisemitismus in den postostmigrantisch geprägten Milieus der postmigrantischen Zivilgesellschaft.
Die ausgeschriebene Stelle ist im Teilprojekt 3 angesiedelt, in dem Wissensordnungen zur Thematisierung von Antisemitismus in zivilgesellschaftlichen Organisationen untersucht werden. Auf Grundlage von Fokusgruppendiskussionen mit jüdischen und nicht-jüdischen Akteur*innen der Zivilgesellschaft werden kollektive Thematisierungsweisen von Antisemitismus sowie Konfliktlinien und Aushandlungsprozesse im Feld rekonstruiert.
Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen durchgeführt. Im Sinne eines Participatory Action Research sind diese in den kollaborativen Forschungsprozess eingebunden und beteiligen sich an der Analyse zivilgesellschaftlicher Wissensordnungen sowie an der Entwicklung von Formaten und Produkten des Wissenstransfers.
Ihre Aufgaben:
- eigenständige wissenschaftliche Arbeit zur eigenen wissenschaftlichen Qualifikation (Promotion) im Themenfeld des Teilprojekts
- Durchführung und Auswertung von Fokusgruppen und qualitativen Interviews
- Mitarbeit bei der Analyse zivilgesellschaftlicher Wissensordnungen und Diskursen über Antisemitismus
- Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Projektpartner*innen im Rahmen des partizipativen Forschungsansatzes
- Verfassen eigener Publikationen in Deutsch und/oder Englisch
- wissenschaftliche und organisatorische Mitwirkung am Gesamtprojekt, insb. an gemeinsamen Publikationen, Projekttreffen, Konferenzteilnahmen, Öffentlichkeitsarbeit und Transferaktivitäten des Projekts in den Arbeitssprachen des Teams auf deutsch und englisch
- Mitwirkung an Aktivitäten des Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION
Ihr Profil umfasst:
- Masterabschluss mit sehr gutem Abschluss in den Sozial- oder Kulturwissenschaften (z. B. Soziologie, Anthropologie, Kulturwissenschaften, Politikwissenschaft, Jüdische Studien oder verwandte Fächer)
- nachweisliche Kenntnisse der Forschung zu Antisemitismus und antisemitismuskritischer Bildungsarbeit, Rassismus oder Erinnerungskulturen der Migrationsgesellschaft
- nachweisliche Erfahrung mit qualitativen Methoden der Sozial- und Kulturwissenschaften sind erwünscht, insbesondere Erfahrung mit Gruppendiskussionen, ebenso wie
- Interesse an und Bereitschaft zur Umsetzung partizipativer und kollaborativer Forschungsansätze
- sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse (mind. C1 Niveau gemäß GER), sowie Kenntnisse entweder der ukrainischen oder russischen Sprache sind notwendig
- erste eigene wissenschaftliche Publikationen von Vorteil, aber keine Voraussetzung
- Interesse an Wissenschaftstransfer und Medienarbeit in und mit migrantischen Communities
Wir bieten:
- attraktive Bezahlung mit finanzieller Stabilität, regelmäßig Tarifanpassung und zusätzliche Jahressonderzahlung
- betriebliche Nebenleistungen (z. B. Altersvorsorge über die VBL, vermögenswirksame Leistungen, Jobticket)
- tariflicher Erholungsurlaub plus arbeitsfreie Tage am 24./31.12.
- flexibles Arbeiten und familienfreundliche Arbeitsbedingungen
und vieles mehr …
Ihre Bewerbung mit Motivationsschreiben, ausführlichem Lebenslauf, Zeugnissen und einer wissenschaftlichen Textprobe richten Sie bitte bis zum 03.05.2026 unter Angabe der o. g. Kenn-Nr. als eine PDF-Datei an: bewerbung@europa-uni.de (Die Bewerbungsdaten werden unverzüglich nach Abschluss des Auswahlverfahrens gelöscht.)
Nachfragen zur Stelle richten Sie ggf. per E-Mail direkt an Dr. Darja Klingenberg: klingenberg@europa-uni.de.
Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich am 11. oder 12. Mai 2026 in Frankfurt (Oder) statt.
Die Stiftung Europa-Universität setzt sich aktiv für Vielfalt und Gleichstellung aller Mitarbeitenden ein und verfolgt aktiv das Ziel, eine diskriminierungsfreie Institution zu sein, die Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit in der universitären Gemeinschaft willkommen heißt und schützt.
Nähere Informationen hierzu finden Sie unter: www.europa-uni.de/stellenangebote
