wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter (w/m/d)
Wasser, Boden, Luft, Natur – die Sicherung und umweltverträgliche Nutzung dieser Lebensgrundlagen sind zentrale Ziele des Bayerischen Landesamtes für Umwelt ebenso wie der Schutz des Menschen vor Gefahren aus der Umwelt.
Am Bayerischen Landesamt für Umwelt ist an der Dienststelle Garmisch-Partenkirchen für die Abteilung 5 „Naturschutz, Bayerisches Artenschutzzentrum“ im Referat 55 „Staatliche Vogelschutzwarte und Säugetierschutz“ ab 01.01.2027 folgende Stelle befristet bis 31.12.2028 zu besetzen:
wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter (w/m/d)
im Pilotprojekt „Erweitertes Management von Saatkrähen zur Verhinderung landwirtschaftlicher und urbaner Schäden“.
Gesamtkoordination des Pilotprojekts, Beratung von Kommunen und Regierungen sowie Konzeption von erweiterten Managementmaßnahmen im Siedlungsbereich in ganz Bayern, Implementierung der Forschungsergebnisse zur Verhinderung von landwirtschaftlichen Schäden durch Saatkrähen in der Praxis, Öffentlichkeitsarbeit.
Das LfU wurde mit dem Landtagsbeschluss zur „Entnahme von Saatkrähen zur Verhinderung landwirtschaftlicher und urbaner Schäden“ (Drs. 19/688) beauftragt, die fachlichen Grundlagen für eine Entnahme von Saatkrähen (Corvus frugilegus) als Managementinstrument zur Verhinderung landwirtschaftlicher und urbaner Schäden in Bayern zu erarbeiten. Hierfür wurde in der ersten Phase eines Pilotprojekts die Geeignetheit der Entnahme von Saatkrähen im Vergleich zu nicht letalen Maßnahmen und unter Berücksichtigung fachspezifischer Rahmenbedingungen aus Naturschutz-, Jagd-, Waffen- und Tierschutzrecht untersucht. Die wissenschaftliche Begleitung, Untersuchung und Auswertung des Themenkomplexes landwirtschaftliche Schäden wird durch eine Hochschule unterstützt. Auf der Projektstelle bearbeiten Sie die Gesamtkoordination des Pilotprojekts mit allen beteiligten Interessensgruppen, führen Schulungen zur Erstellung von Managementkonzepten im Siedlungsbereich durch, betreuen und koordinieren die Aufgaben der Hochschule und erstellen Handlungsleitfäden für Betroffene und Behörden in den drei Bereichen landwirtschaftliche Schäden, urbane Konflikte und anthropogene Nahrungsquellen. Landesweite Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (Informationsveranstaltungen, Schulungen) und generell eine proaktive Kommunikation und Informationsvermittlung über praktische Erkenntnisse der ersten Projektphase sowie Anpassungen der Umsetzung runden die vielfältige Tätigkeit ab.
Ihre Aufgaben
- Gesamtkoordination des Pilotprojektes
- Koordination der Forschung in Abstimmung mit der Hochschule und Publikation
- Vermittlung zwischen beteiligten Interessensgruppen und Akteuren
- Kooperation mit anderen Behörden und Fachleuten
- Beratung von Kommunen, Betroffenen und Behörden im urbanen Saatkrähenmanagement; Moderation runder Tische und Maßnahmenkonzeption
- Informationsvermittlung gerichtet an betroffene Akteure (Landwirte, Bewohner von Siedlungen mit Saatkrähenkolonien etc.)
- Erstellung und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen, Schulungen und Workshops für Landwirte hinsichtlich letalen und nicht-letalen Vergrämungsmaßnahmen, vor Ort-Termine
- Erstellung und Veröffentlichung von Handlungsempfehlungen auf Basis der Erkenntnisse aus Modellprojekt und Pilotprojekt sowie des jährlichen Monitoringberichts und ähnlichen Dokumentationen
- Betreuung und Aktualisierung der Informationsangebote im Internet
- aktive Beiträge zur Informationsvermittlung in regionalen und überregionalen Medien und Bearbeitung von Presseanfragen
Unsere Anforderungen an Sie
- abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom Univ. / Master) der Fachrichtung Biologie oder vergleichbare Studienrichtung
- mehrjährige Berufserfahrung im Bereich des Naturschutzes ist wünschenswert
- sehr gute Kommunikationsfähigkeit, auch in schwierigen Konfliktfällen und mit verschiedensten Interessensgruppen
- sehr gute Teamfähigkeit
- fundierte Fachkenntnisse zu Saatkrähen und sehr gute Kenntnisse über das Management von Wildtieren, insbesondere im Siedlungsbereich wünschenswert
- gute Fachkenntnisse in den Bereichen Ornithologie, Ökologie und ornithologischer Artenschutz
- Fähigkeit die vielfältigen Aufgaben zu strukturieren und zu priorisieren
- Erfahrungen im Verfassen (populär)wissenschaftlicher Artikel und Öffentlichkeitsarbeit
- selbstständiges Arbeiten wird vorausgesetzt
- gute Kenntnisse in MS-Office (Word, Excel, Outlook, Power Point)
- Fachkenntnisse in den Bereichen Jagd-, Waffenrecht und Tierschutz (Jagdschein bzw. Falknerjagdschein sind von Vorteil)
- idealerweise Erfahrungen im Umgang mit QGIS oder einem anderen geografischen Informationssystem
- Bereitschaft zu vorübergehender Feldarbeit in den Projektregionen (mehrtägige Dienstreisen)
- Führerschein der Klasse B von Vorteil
- Bewerberinnen und Bewerber müssen die Voraussetzungen für ein befristetes Arbeitsverhältnis für die gesamte Dauer der Befristung erfüllen
Wir bieten
- Bezahlung bis Entgeltgruppe 13 TV-L, sofern die tariflichen und persönlichen Voraussetzungen vorliegen
- Jahressonderzahlung
- einen modernen Arbeitsplatz und ein gutes Betriebsklima
- gleitende Arbeitszeit (Rahmenzeit 6:00 bis 20:00 Uhr)
- Möglichkeit von Teilzeitbeschäftigung, sofern durch Job-Sharing die ganztägige Wahrnehmung der Aufgabe sichergestellt ist
- kostenfreie Parkplätze am Dienstgebäude
Kontakt
Für nähere Informationen steht Ihnen fachlich Frau Siering, Tel.: 08821 94301-18 und Herr Dr. Ripperger, Tel.: 0821 9071-5108, gerne zur Verfügung. Für allgemeine Fragen wenden Sie sich an Frau Martin, Tel. 09281 1800-4531.
Bitte richten Sie Ihre aussagekräftigen schriftlichen Bewerbungsunterlagen unter Angabe
der Kennziffer GAP/55/9
bis spätestens 15.06.2026 (Eingangsdatum)
an das Bayerische Landesamt für Umwelt, Dienststelle Hof, Referat Z3 „Personal“, Hans-Högn-Str. 12, 95030 Hof. Falls Sie sich per E-Mail bewerben möchten, senden Sie Ihre Bewerbung (Anlagen ausschließlich als PDF) an bewerbungen-h@lfu.bayern.de. Bewerbungen an eine andere als die angegebene E-Mail-Adresse werden nicht berücksichtigt.
E-Mails, die größer als 10 MB sind, sowie Dokumente, die Makros enthalten, können nicht empfangen werden. In den Dokumenten enthaltene Links auf Internet-Seiten werden bei der Bewertung der Bewerbung nicht mit einbezogen.
Die Angabe der Kennziffer ist zwingend erforderlich, da uns sonst eine Zuordnung der Bewerbung nicht möglich ist.
Chancengleichheit ist uns wichtig. Wir begrüßen deshalb Bewerbungen von Frauen und Männern gleichermaßen. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
