Künstlerische*r Mitarbeiter*in (w/m/d/x) Learning by Worlding
An der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ist zum 1. Oktober 2026 im Projekt „Worldbuilding – Gestaltung, Empowerment & KI“ folgende Stelle – befristet bis zum 30. Juni 2030 zu besetzen:
Das Vorhaben wird aus Mitteln der Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Rahmen der Förderung -Die Welt ist mein Campus- finanziert.
Künstlerische*r Mitarbeiter*in (w/m/d/x) – Learning by Worlding
(Formatentwicklung, Organisation, Evaluation)
Arbeitszeit 30 Stunden/Woche (75 %)
Die 1915 gegründete Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle bietet mit ihren beiden Fachbereichen Kunst und Design deutschlandweit ein unverwechselbares Profil mit exzellenten Ausbildungs- und Studienbedingungen an. Mit über 1.000 Studierenden zählt sie zu den größten Kunsthochschulen Deutschlands.
Das Drittmittelprojekt „Worldbuilding – Gestaltung, Empowerment & KI“ verfolgt das Ziel, eine institutionelle Haltung zu Künstlicher Intelligenz in Lehre und Forschung zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen die Vernetzung aller Statusgruppen der Hochschule, der Aufbau von KI-Kompetenz (AI Literacy) sowie die Kooperation mit anderen Kunsthochschulen im nationalen und europäischen Kontext.
Das Drittmittelprojekt ist in Arbeitspakete untergliedert. Die ausgeschriebene Stelle ist im Arbeitspaket „Learning by Worlding“ verortet. Gleichzeitig koordiniert und entwickelt die Stelle das Arbeitspaket „Enthinderung in der Lehre“ (Leitung dieser Arbeitspakete durch Prof. Evelyn Sitter).
Das Arbeitspaket „Learning by Worlding“ untersucht in transdisziplinären und außercurricularen Formaten, wie unsere Beziehungen zu Menschen, Gesellschaft und Welt entstehen und wie sich Räume gestalten lassen, in denen wir uns selbst und andere wahrnehmen. Worlding ist dabei ein Prinzip des Imaginierens und Erzählens: Studierende gestalten aktiv Lehrinhalte und Kurse, die sowohl curricular als auch außercurricular von ihnen angeboten und evaluiert werden. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Designer*innen, Vereinen und NGOs erproben Studierende, sich für Demokratie, gesellschaftliches Engagement und soziale Innovation einzusetzen. Das Arbeitspaket „Enthinderung in der Lehre“ untersucht prototypisch in den Studiengängen des Modedesigns Strategien zum systematischen Identifizieren und Abbauen von Barrieren. Hierfür werden soziale Methodologien wie Umfragen und Interviews angewendet und evaluiert, um hieraus Maßnahmen mit Studierenden, Lehrenden und Werkstattmitarbeitenden zu entwickeln und zu erproben. Die hieraus entstehenden Best-Practice-Ergebnisse werden anschließend öffentlich gemacht und geteilt.
Ihre Aufgaben:
- Koordination der Arbeitspakete „Learning by Worlding“ und „Enthinderung in der Lehre“
- Formatentwicklung transdisziplinärer, außercurricularer Angebote sowie Vernetzungsstrategien für Studierende
- Organisation, Konzeption und Durchführung der studentischen Beteiligung durch Formate von Studierenden für Studierende
- Vermittlung von didaktischen, kommunikativen und organisatorischen Kompetenzen an die Studierenden
- Koordination interdisziplinärer Veranstaltungen im Projekt durch Kooperationen mit Künstler*innen, Designer*innen, Vereinen und NGOs
- Entwicklung von Wissenstransfer-Formaten zur Enthinderung in der Lehre, z. B. How-To, Tool Kit, Integration in die vorhandene Webinfrastruktur der Hochschule
- Entwicklung hybrider und digitaler Lehrformate unter Einsatz digitaler Tools, insbesondere mit dem Programm Clo3D (zur digitalen Schnittgestaltung und 3D-Visualisierung von Mode und textilen Objekten)
- Weiterentwicklung des Internetbereichs „Tech and Data“ zusammen mit den anderen Teilprojekten
Ihr Profil:
- Abgeschlossenes künstlerisches Hochschulstudium (Master oder äquivalent) vorzugsweise im Modedesign oder einem verwandten Fach im Design oder Kunst mit Expertise in Schnittkonstruktion
- Erfahrungen in der Konzeption und Durchführung von studentischer Teilhabe
- Kenntnisse in der Entwicklung von Wissenstransfer-Formaten
- Erfahrungen in der diskriminierungskritischen Bildungs- oder Beratungsarbeit sowie sichere Kenntnisse der Diskriminierungskritik und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)
- Erfahrungen in der Konzeption, Durchführung und Auswertung von Evaluationen sowie der Implementierung der daraus gewonnenen Erkenntnisse
- Kenntnisse über Strukturen und Prozesse an Kunsthochschulen sowie Erfahrungen mit Drittmittel-Projekten
- Großes Interesse an Kunst und Design sowie an dem Themenschwerpunkt Empowerment werden vorausgesetzt
- Interesse an dem Themenbereich KI ist erwünscht
- sehr gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache
Wir bieten Ihnen:
- Ein abwechslungsreiches Aufgabengebiet an einer international agierenden Kunsthochschule
- Enge Einbindung in ein aktives Team sowie in ein wachsendes nationales und europäisches Netzwerk zu KI und Gestaltung an Kunsthochschulen
- Eine freundliche, wertschätzende und kollegiale Arbeitsatmosphäre in einem innovativen, kreativen Umfeld
- Angebote zur Gesundheitsförderung und ein umfangreiches Hochschulsportangebot
- Flexible Arbeitszeitgestaltung sowie ein familienfreundliches Arbeitsumfeld
- Jährliche Sonderzuwendung, vermögenswirksame Leistungen und betriebliche Altersvorsorge
Die Vergütung erfolgt nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) bis zur Entgeltgruppe E 13 TV-L bei Erfüllung der entsprechenden persönlichen Voraussetzungen.
Die Befristung des Arbeitsverhältnisses erfolgt auf Grundlage von § 2 Abs. 2 des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG).
Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle setzt sich für eine diskriminierungsfreie Einstellungspolitik ein und legt Wert auf Chancengleichheit, Diversität und Diskriminierungskritik. Zur Sensibilisierung für diese und weitere Themenfelder bietet sie Workshops und Schulungen an. Die Bereitschaft zur Teilnahme erachtet sie als selbstverständlich.
Jede*r Bewerber*in ist willkommen, unabhängig von Geschlecht, kultureller oder sozialer Herkunft, Alter oder sexueller Orientierung. Bewerbungen von Schwerbehinderten sowie ihnen Gleichgestellten werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt. Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle strebt die Erhöhung des Frauenanteils an und fordert Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Ebenso fordert die Hochschule nichtbinäre Menschen sowie Menschen mit Migrationsgeschichte, Schwarze Menschen und/oder People of Color ausdrücklich zur Bewerbung auf.
Ihre Bewerbung reichen Sie bitte online mit den üblichen Unterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Urkunden, Zeugnisse) in einer PDF-Datei bis zum 16. August 2026 ein. Nutzen Sie bitte hierfür folgenden Link: Bewerbungsportal.
Nähere Auskünfte zum Aufgabenbereich erteilen Ihnen Prof. Evelyn Sitter (sitter@burg-halle.de) und Prof. Thomas Hawranke, Ph.D. (hawranke@burg-halle.de).
In Einzelfällen ist für die Prüfung der Erfüllung der Eingruppierungsvoraussetzungen von Bewerber*innen, die über einen ausländischen Hochschulabschluss verfügen, eine individuelle Zeugnisbewertung bei der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen vornehmen zu lassen. Sie werden hierzu gesondert aufgefordert.
Bitte beachten Sie, dass Bewerbungs- und Vorstellungskosten nicht erstattet werden.
