Leiterin*Leiters für Zollangelegenheiten und Exportkontrolle (m-w-d)
Externe Stellenausschreibung Reg.-Nr. 3-5284/26-H
An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Zentrale Universitätsverwaltung, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die unbefristete Stelle einer*eines
Leiterin*Leiters für Zollangelegenheiten und Exportkontrolle (m-w-d)
in Vollzeit zu besetzen.
Die Vergütung erfolgt je nach Aufgabenübertragung und Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe 13 TV-L.
Arbeitsaufgaben:
- Aufbau, Leitung und Weiterentwicklung der zentralen Stelle für Zollangelegenheiten und Exportkontrolle an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU)
- Rechtskonforme Abwicklung aller zoll-, außenwirtschafts- und exportkontrollrelevanten Vorgänge
- Beratung und Betreuung der Einrichtungen der MLU zur Umsetzung und Einhaltung von nationalen, europäischen und internationalen zoll-, außenwirtschafts- und exportkontrollrechtlichen Vorgaben und bei der sicheren Durchführung internationaler Forschungskooperationen, bei Warenbewegungen und Technologietransfer; Vorbereitung von Entscheidungsvorlagen für die Hochschulleitung
- Beratung von Beschäftigten über Sicherheitsrisiken bei Dienstreisen ins Ausland
- Prüfung und Klassifizierung von Forschungsprojekten, Materialien, Technologien, Software und Daten hinsichtlich ihrer Exportkontrollrelevanz (Dual-Use-Prüfungen, Endverwendungsprüfungen); Prüfung und Bewertung von Beschäftigungen (Länder- und Sanktionslisten)
- Prüfung und Sicherstellung der Einhaltung zollrechtlicher Anforderungen: Zolltarifierung, Ursprungsrecht, Präferenzrecht, Einfuhrumsatzsteuer und Zollbefreiungen für Forschungseinrichtungen
- Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Behörden sowie Partnerinstitutionen
- Erstellung von notwendigen zoll- und exportspezifischen Dokumenten; Begleitung von Audits und Prüfungen
- Erarbeitung von Vorschlägen zur Optimierung von Arbeitsabläufen in Bezug auf zoll- und exportkontrollrechtliche Vorgaben
- Entwicklung und Durchführung von Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen zu zollrelevanten und exportkontrollrechtlichen Anforderungen
- Aufbau und Entwicklung interner Prozesse, Richtlinien und Dokumentationen im Bereich Zoll und Exportkontrolle; maßgebliche Mitwirkung bei der Einführung, Umsetzung und Beaufsichtigung eines wirksamen innerbetrieblichen Internal Compliance (ICP)
Voraussetzungen:
- Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium in Wirtschaftsrecht, Rechts-, Verwaltungs- oder Wirtschaftswissenschaften oder vergleichbar
- Sehr gute Fachkenntnisse im deutschen, europäischen und internationalen Außenwirtschafts- und Exportkontrollrecht, Zollrecht, Embargo- und Sanktionsrecht, Dual-Use-Regelungen und im Verwaltungsverfahren
- Mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Zoll und Exportkontrolle/Außenwirtschaft, idealerweise im öffentlichen Sektor, in Forschungseinrichtungen oder Hochschulen
- Routinierter Umgang mit aktueller Rechtsprechung, Erfahrung in der Nutzung zugänglicher Datenbanken (juris etc.)
- Gute Kenntnisse und Erfahrungen im Projekt- und Prozessmanagement
- Kenntnis universitärer Strukturen und Abläufe, insbesondere Kenntnisse wissenschaftlicher Forschungsprozesse
- Grundkenntnisse im Umgang mit ELAN K2 und ATLAS
- PC-Kenntnisse insb. MS-Office Anwendungen, DocuWare, Typo 3, GroupWise, Compliance-Software
- Erfahrungen in der Erstellung von Entscheidungsvorlagen und Verfahrensanweisungen
- Erfahrung in der Beratung und Anleitung von Mitarbeiter*innen
- Erfahrung im Aufbau von Covernance- und Compliancestrukturen
- verhandlungssichere Deutsch- und Englischkenntnisse
- sehr gutes analytisches Denkvermögen und hohe Entscheidungsfähigkeit, strukturierte Arbeitsweise
- Kommunikationsstärke und hohes Durchsetzungsvermögen
- Gute Teamfähigkeit, ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein, interkulturelle Kompetenz
- Fähigkeit zur verständlichen Vermittlung komplexer Rechtsfragen
Wir bieten:
- interessante und abwechslungsreiche Tätigkeiten mit Gestaltungsspielraum bei der größten Arbeitgeberin der Region,
- die Möglichkeit, mit Ihrer Tätigkeit die Bildung junger Menschen zu unterstützen und dazu beizutragen, dass neue Erkenntnisse gewonnen und wichtige wissenschaftliche Forschungsfragen beantwortet werden können,
- eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst, Vergütung gem. Tarifvertrag der Länder (TV-L) einschließlich einer Jahressonderzahlung und einer betrieblichen Altersvorsorge,
- einen sicheren Arbeitsplatz und attraktive Arbeitsbedingungen (Homeoffice, flexible Arbeitszeitgestaltung, variable Teilzeitmodelle),
- 30 Tage Erholungsurlaub im Jahr, zusätzlich arbeitsfrei am 24. und 31. Dezember,
- eine weltoffene, vielfältige und internationale Arbeitsumgebung, die auch als familiengerecht zertifiziert ist (incl. Ferienbetreuung),
- umfassende Personalentwicklung in allen Phasen des Berufslebens mit vielfältigen Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten einschließlich Bildungsurlaub,
- Angebote zur Förderung und Erhaltung Ihrer Gesundheit im Rahmen unseres Gesundheitsmanagements sowie vielfältige Angebote im Hochschulsport,
- die Möglichkeit der Teilhabe an vielfältigen sozialen Gemeinschaften (u. a. Universitätssportteams, Universitätschor oder Universitätsorchester) und der Teilnahme an spannenden Veranstaltungen, z. B. Lange Nacht der Wissenschaften, Hochschulinformationstag, Winterball der Universität,
- vergünstigte Speisenversorgung in den Mensen des Studentenwerks Halle.
Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen und ihnen gleichgestellten Menschen werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt berücksichtigt. Frauen werden nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Die Bewerbung von Menschen aller Nationalitäten ist ausdrücklich erwünscht. Bewerber*innen mit einem Abschluss, der nicht an einer deutschen Hochschule erworben wurde, müssen zum Nachweis der Gleichwertigkeit bei Abschluss des Arbeitsvertrages eine Zeugnisbewertung für ausländische Hochschulqualifikationen (Statement of Comparability for Foreign Higher Education Qualifications) der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (https://www.kmk.org/zab/central-office-for-foreign-education) vorlegen. Möglichkeiten zur Beantragung eines finanziellen Zuschusses hierfür, finden Sie unter: https://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/pro/anerkennungszuschuss.php#.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Referenten des Kanzlers, Herrn Andreas Trinks, Tel.: 0345 55-21011, E-Mail: andreas.trinks@verwaltung.uni-halle.de.
Ihre Bewerbung richten Sie bitte unter Angabe der Reg.-Nr. 3-5284/26-H mit den üblichen Unterlagen bis zum 12.07.2026 an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Kanzlerbüro, 06099 Halle (Saale) bzw. an andreas.trinks@verwaltung.uni-halle.de.
Die Ausschreibung erfolgt unter Vorbehalt eventueller haushaltsrechtlicher Restriktionen.
Bewerbungskosten werden von der Martin-Luther-Universität nicht erstattet. Bewerbungsunterlagen werden nur zurückgesandt, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt wurde. Eine elektronische Bewerbung ist erwünscht.
