Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d), PM 1042-2026
An der Hochschule Hannover ist in der Fakultät IV, Abteilung Betriebswirtschaftslehre zum 01.09.2026 die Stelle
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d)
(Kennziffer 1042-2026)
- Entgeltgruppe 13 TV-L -
in Vollzeit mit derzeit 39,8 Wochenstunden (Anteil 100 %)
befristet für die Dauer von 2 Jahren zu besetzen. Sie möchten in Teilzeit arbeiten? Dann teilen Sie uns in Ihrer Bewerbung Ihre gewünschte wöchentliche Stundenzahl mit. Die Stelle ist teilzeitgeeignet, allerdings insgesamt in Vollzeit zu besetzen.
Über uns:
Die Hochschule Hannover ist mit ihren rund 9.000 Studierenden in fünf Fakultäten die zweitgrößte Hochschule in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Insgesamt sind an ihr über 1.000 Lehrende, wissenschaftliche, künstlerische und Verwaltungsmitarbeitende tätig. Wir sind ein verlässlicher und umsorgender Arbeitgeber, der auch in schwierigen Zeiten einstellt.
Die Stelle ist in das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsprojekt „Längsschnittstudie zu Geflüchteten aus der Ukraine in Deutschland (SUARE II): Dateninfrastruktur, Gesundheit und Diskriminierung im familiären Kontext“ eingebunden, das gemeinsam mit dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am DIW Berlin durchgeführt wird. Das Projekt untersucht die Lebenslagen und Entwicklungsbedingungen geflüchteter Kinder und Jugendlicher in Deutschland, insbesondere von Kindern aus der Ukraine. Ziel ist es, empirisch fundierte Erkenntnisse für eine kindgerechte Integrations-, Bildungs- und Gesundheitspolitik zu gewinnen. Im Fokus steht dabei, wie familiäre, institutionelle und individuelle Faktoren sowie Diskriminierungserfahrungen das Wohlbefinden, die Bildungschancen und die gesundheitliche Entwicklung junger Geflüchteter prägen.
Die ausgeschriebene Stelle ist auf ein Teilvorhaben fokussiert, das mehrere eng miteinander verbundene Ziele verfolgt:
- Untersuchung der Auswirkungen schulischer und familiärer Diskriminierung auf Wohlbefinden, Bildung und Gesundheit in sensiblen Entwicklungsphasen, insbesondere im Alter von 2 bis 3 Jahren sowie 11 bis 14 Jahren
- Analyse des Zusammenhangs zwischen Diskriminierungserfahrungen, schulischer Integration, psychischer Gesundheit und familiären Kontexten
- Untersuchung intergenerationaler Dynamiken des Diskriminierungserlebens innerhalb von Familien
- Durchführung eigenständiger empirischer Analysen und Weiterentwicklung des Forschungsfeldes im Projektkontext
- Entwicklung und Validierung von Erhebungsinstrumente
Das erwartet Sie:
- eigenständige Forschung im Rahmen des Projekts in engem Austausch mit dem Projektteam beim SOEP und mit den Kooperationspartnerinnen des Projekts
- Publikation, Präsentation und projektbezogene Dissemination der Forschungsergebnisse in referierten Fachzeitschriften, auf wissenschaftlichen Tagungen und Konferenzen sowie gegenüber einer breiteren Öffentlichkeit
- Weiterentwicklung projektbezogener Forschungsfragen und Analysen
- projektbezogene Beteiligung am wissenschaftlichen Austausch am Standort Hannover, etwa durch Workshops, punktuelle Beiträge zu Lehrveranstaltungen oder die Betreuung studentischer Forschungsarbeiten
- Mitarbeit in einem innovativen wissenschaftlichen Projekt innerhalb eines internationalen Forschungsnetzwerks
- Gestaltungsfreiheit bei der Entwicklung eigener Forschungsfragen und wissenschaftlicher Schwerpunkte im Rahmen des Arbeitsbereich
Was Sie mitbringen:
- wissenschaftlicher Hochschulabschluss in Soziologie, Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre oder einem verwandten Bereich und
- abgeschlossene bzw. kurz vor dem Abschluss stehende Promotion in einem der vorgenannten Bereiche
- einschlägige internationale Forschungserfahrung in der empirisch angewandten mikroanalytischen Forschung
- sehr gute Kenntnisse in der Analyse längsschnittlicher Paneldaten
- sehr gute Kenntnisse quantitativer Datenanalysemethoden sowie sicherer Umgang mit einschlägiger Software, insbesondere R und Stata
- Vortrags- und Publikationserfahrung, insbesondere in international referierten Fachzeitschriften sowie auf internationalen Konferenzen
- sehr gute Englischkenntnisse (C2) in Wort und Schrift. Deutschkenntnisse auf fortgeschrittenem Niveau (B2) oder die Bereitschaft sich diese anzueignen.
Sie können sich auch bewerben, wenn Sie über die erforderliche Qualifikation derzeit noch nicht verfügen. Diese muss allerdings spätestens zum Zeitpunkt der Einstellung erfolgreich erworben worden sein.
Was wir uns wünschen:
- Forschungserfahrungen im Bereich der Migrations- und Fluchtforschung in Deutschland
- Erfahrung im Umgang mit den Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP)
- Erfahrungen in der Analyse dyadischer Daten
- ausgeprägte Organisations- und Koordinationsfähigkeit sowie eine selbstständige, eigenverantwortliche und engagierte Arbeitsweise
Was wir bieten:
- Vorzüge des TV-L
- Konjunkturunabhängige Vergütung inkl. automatischem Anstieg des Entgelts nach Erfahrungszeit
- Betriebliche Altersvorsorge (VBL)
- Jahressonderzahlung
- 30 Tage tariflicher Urlaubsanspruch
- individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten,
- flexible Arbeitszeitmodelle und mobiles Arbeiten für einen optimalen Ausgleich von Job, Familie und Freizeit,
- interessante und abwechslungsreiche Aufgaben mit viel Eigenverantwortung,
- Mensen an allen Standorten,
- aktive Gesundheitsförderung (z. B. Hochschulsport),
- Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln an die Standorte/ Verkehrsgünstige Anbindung
- vielseitige Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten,
- freundliche und wertschätzende Arbeitsatmosphäre,
- Bibliothek,
- Beratungsangebote
Als Hochschule Hannover erkennen wir Chancengleichheit und Vielfalt als wichtigen Teil unserer Unternehmenskultur an. Ziel ist es, das Potenzial aller zu nutzen und Chancen zu eröffnen. Wir begrüßen daher Bewerbungen aller Menschen, unabhängig von ihrer ethnischen, kulturellen und sozialen Herkunft, ihres Alters, ihrer Behinderung, ihrer Religion sowie ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität.
Von Seiten der Person, die die zu besetzende Stelle ausübt, wird daher vorausgesetzt, dass sie ihre Gender- und Diversitätskompetenzen in ihr berufliches Fachgebiet sowie im Kollegium und bei den Studierenden einbringt.
Die Hochschule Hannover setzt sich darüber hinaus für die berufliche Gleichstellung der Geschlechter ein und strebt an, in allen Bereichen und Positionen eine Unterrepräsentanz im Sinne des NGG abzubauen. Vor diesem Hintergrund werden insbesondere qualifizierte Frauen gebeten, sich zu bewerben.
Bewerber*innen mit einer Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Zur Wahrung Ihrer Interessen bitten wir Sie, uns bereits in Ihrem Bewerbungsschreiben einen entsprechenden Hinweis auf Ihre Schwerbehinderung/Gleichstellung zu geben. Gerne können Sie sich bei Fragen auch vorab an unsere Schwerbehindertenvertretung wenden. Kontakt: schwerbehindertenvertretung@hs-hannover.de
Die Hochschule Hannover ist aufgrund ihrer erfolgreichen Aktivitäten für die Verwirklichung der Gleichstellung mehrfach mit dem Total E-Quality Prädikat und für ihre Initiativen zur familiengerechten Gestaltung mit dem Audit familiengerechte Hochschule ausgezeichnet.
Wir weisen darauf hin, dass Ihnen gemäß Art. 13 der Datenschutz-Grundverordnung verschiedene Rechte als Bewerberinnen und Bewerber zustehen. Eine ausführliche Information, welche Rechte dies im Einzelnen sind und wie Ihre Daten verarbeitet werden, finden Sie unter hier.
Für weitere inhaltliche Informationen steht Ihnen Frau Prof. Dr. Cardozo-Silva per E-Mail unter adriana-rocio.cardozo-silva@hs-hannover.de gerne zur Verfügung.
Für allgemeine Auskünfte zum Bewerbungsverfahren steht Ihnen Herr Jens Lichte per E-Mail unter jens.lichte@hs-hannover.de oder unter der Telefonnummer 0511 9296-1501 gerne zur Verfügung.
Bewerbungsschluss ist der 21.06.2026.
Die Bewerbung ist bis zum Ablauf dieser Frist online über das Bewerbungsportal unter karriere.hs-hannover.de möglich.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
