Referent/in Aufarbeitung/Geschäftsführung URAK (w/m/d)
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sowie die Landesverbände der Diakonie in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern bieten gemeinsam im Verbund Nord-Ost den Rahmen für die Unabhängigen Regionalen Aufarbeitungskommission (URAK). Die Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt im kirchlichen Kontext meint dabei insbesondere:
- die Tatsachen zu beschreiben sowie die Ursachen und Folgen zu erfassen;
- die Strukturen zu identifizieren, die Taten ermöglicht und Aufdeckung erschwert haben;
- den administrativen Umgang mit den gemeldeten Sachverhalten und den dort involvierten Personen zu untersuchen.
Für die Koordinierung und fachliche Begleitung dieser Kommission suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt
eine Vertretung für den Referenten Aufarbeitung/Geschäftsführung URAK (w/m/d)
für die Dauer von sechs Monaten. Eine Verlängerung ist möglich, sofern der Vertretungsbedarf über diesen Zeitraum hinaus weiter besteht. Wir bieten eine Beschäftigung in Vollzeit, bei Bedarf auch in Teilzeit.
Ihre Aufgaben bei uns:
- Sie begleiten die Arbeit der Unabhängige Regionale Aufarbeitungskommission geschäftsführend und gewährleisten die organisatorischen, fachlichen sowie kommunikativen Rahmenbedingungen für deren unabhängige Aufgaben-erfüllung.
- Sie unterstützen bei Bedarf die personelle Besetzung der Kommission mit geeigneten Persönlichkeiten.
- Sie koordinieren die Sitzungen der Kommission in Absprache mit der vorsitzenden Person, begleiten die laufenden Arbeitsprozesse zwischen den Sitzungen und beraten die Kommission in fachlichen und organisatorischen Fragestellungen.
- Sie gestalten die Betroffenenpartizipation auf Grundlage der einschlägigen Regelungen der EKD sowie aktueller fachlicher Standards der institutionellen Aufarbeitung und Betroffenenbeteiligung und organisieren jährliche Foren für Betroffene.
- Sie sind traumasensible Erstansprechperson für betroffene Menschen, begleiten ihre Anliegen professionell und rollenklar und sorgen für eine transparente Weiterleitung und Bearbeitung innerhalb der Zuständigkeiten der Kommission.
Das macht Sie aus:
- Sie haben erfolgreich ein Hochschulstudium (Master oder vergleichbar) z. B. der Rechtswissenschaften (Volljurist*in), der Sozialwissenschaften, der Psychologie oder einer vergleichbaren Fachrichtung abgeschlossen.
- Sie verfügen über Erfahrungen in traumasensibler Kommunikation und Prozessgestaltung sowie möglichst über Kenntnisse institutioneller Aufarbeitungsprozesse und partizipativer Arbeitsformen.
- Sie bringen Erfahrungen und Qualifikationen im Bereich psychologischer Beratung und Supervision mit, ggf. auch im Bereich Systemische Beratung, Erfahrungen mit partizipativen Strukturen (aus Forschung und/oder Praxis).
- Sie sind eine empathische Persönlichkeit, sehr kommunikativ und erfahren im Netzwerken.
- Sie verfügen über ausgeprägte Fähigkeiten in der interdisziplinären Zusammenarbeit, der Moderation komplexer Abstimmungsprozesse sowie im Umgang mit unterschiedlichen Interessenlagen.
- Sie haben eine wertschätzende, professionelle Grundhaltung, verfügen über eine ausgeprägte Rollensicherheit und organisieren komplexe Arbeitsprozesse strukturiert und verlässlich.
- Sie sind flexibel bezüglich Arbeitsort und Arbeitszeit und bereit, regelmäßig auch in Berlin präsent zu sein.
Das dürfen Sie von uns erwarten:
- Wir bieten Ihnen eine fachlich anspruchsvolle und sinnstiftende Tätigkeit mit einem hohen Maß an Gestaltungsmöglichkeiten in einem gesellschaftlich und kirchlich bedeutsamen Aufarbeitungsprozess.
- Wir unterstützen Sie in der fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung, u. a. mit Fortbildungen und Supervision.
- Wir bieten flexible Arbeitsplatzgestaltung: Gleitzeit sowie die Möglichkeit der Teilzeit und des Jobsharings für eine Balance zwischen Beruf und Privatem.
- Wir bieten die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens.
- Wir zahlen ein Entgelt nach Entgeltgruppe K 12 des Tarifvertrags für Kirchliche Beschäftigte in der Nordkirche (TV KB; s. www.vkdn-nordkirche.de).
- Wir leisten finanzielle Beteiligung am Deutschlandticket.
- Wir gewähren einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen (bei einer 5-Tage-Woche) und betriebliche Altersvorsorge.
Die Stelle ist Teil eines kleinen Teams. Eine Assistenzkraft unterstützt Sie bei der Wahrnehmung Ihrer Aufgaben.
Wir wertschätzen Vielfalt und begrüßen daher alle Bewerbungen – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität.
Wir erwarten eine Identifikation mit dem kirchlichen Auftrag und Loyalität gegenüber den Trägern der URAK.
Wir fördern die berufliche Gleichstellung der Geschlechter und die Heterogenität unter unseren Mitarbeitenden. Schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte Personen sind in besonderem Maße aufgefordert, sich zu bewerben.
Für weitere Informationen und Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung:
- Daniela Schiffter, schiffter.d@dwbo.de;
- Insa Krome-Derer, Insa.Krome-Derer@praevention.nordkirche.de
Sie finden sich in dem genannten Profil wieder, haben Lust auf die Aufgaben und möchten bei uns arbeiten? Bewerben Sie sich bis zum 21.08.2026 direkt online!
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
Wir machen darauf aufmerksam, dass Fahrtkosten oder andere im Zusammenhang mit der Bewerbung stehende Auslagen nicht erstattet werden. Sollte anlässlich der Einstellung ein Umzug erforderlich werden, können keine Umzugskosten erstattet werden.
