Sachbearbeiterin bzw. Sachbearbeiter (m/w/d) im Referat "Spionageabwehr"
Öffentliche Stellenausschreibung
für Beschäftigte des Landes Schleswig-Holstein und externe
Bewerberinnen und Bewerber
Im Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein ist in der Verfassungsschutzabteilung zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als
Sachbearbeiterin oder Sachbearbeiter (m/w/d)
im Referat "Spionageabwehr"
auf Dauer in Vollzeit zu besetzen.
Über uns
Im Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport arbeiten mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedensten Aufgabenbereichen, die auf 7 Abteilungen aufgeteilt sind. Neben der allgemeinen Abteilung 1, die sich mit Fragen der inneren Organisation, der Personalverwaltung und rechtlichen Grundsatzfragen befasst, gibt es weitere sechs Fachabteilungen: die Abteilung für Bevölkerungsschutz und Ordnungsrecht (Abteilung 2), die Kommunalabteilung (Abteilung 3), die Polizeiabteilung (Abteilung 4), die Abteilung 5 für Bauen und Wohnen, die Abteilung 6 für Landesplanung sowie die Abteilung 7, die für den Verfassungsschutz zuständig ist.
Ihre Aufgaben
Als Teil des inländischen Nachrichtendienstverbundes hat der Verfassungsschutz Schleswig-Holstein – wie jede Verfassungsschutzbehörde Deutschlands – die Aufgabe, Informationen und Nachrichten über Bestrebungen, die gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet sind, zu sammeln und auszuwerten.
Das ausgeschriebene Tätigkeitsfeld umfasst hierbei im Wesentlichen:
- die Erhebung bzw. Beschaffung, Auswertung und Bewertung von Informationen insbesondere zu sicherheitsgefährdenden oder geheimdienstlichen Tätigkeiten für eine fremde Macht sowie
- die fallbezogene Ermittlung, Befragung, Auswertung und Sachbearbeitung
Das bringen Sie mit
Voraussetzungen für die ausgeschriebene Stelle sind neben einer der angestrebten Tätigkeit angemessenen, besonderen persönlichen Integrität:
- die Laufbahnbefähigung der Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt der Fachrichtung Allgemeine Dienste, Polizei oder Nachrichtendienst oder
- ein erfolgreicher Abschluss des Qualifizierungslehrganges II oder
- ein mit einem Bachelor oder Diplom (FH) abgeschlossenes Studium in den Studienrichtungen Wirtschaftswissenschaften, Politikwissenschaften, Sicherheitsmanagement, Gefahrenabwehr oder Geschichte sowie
- eine mindestens 2-jährige Berufserfahrung in der Funktionsebene der Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt
- ein Führerschein der Klasse B
Mit der Versetzung zur Verfassungsschutzabteilung ist eine Verpflichtung zur Durchführung eines Laufbahnwechsels verbunden, sofern keine Laufbahnbefähigung der Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt, der Fachrichtung Allgemeine Dienste vorliegt.
Darüber hinaus ergeben sich für die Besetzung der Stelle folgende Anforderungen:
- Die Übernahme von Verantwortung ist für Sie selbstverständlich. Ihre Entscheidungen treffen Sie weitsichtig.
- Veränderungen gegenüber sind Sie aufgeschlossen und gestalten diese aktiv mit.
- Sie managen sich selbst unter Beachtung der Prioritäten des Arbeitsplatzes.
- Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit und –freude
- eine hohe Einsatzbereitschaft und die Bereitschaft zu Dienstreisen bundesweit sowie die Bereitschaft zur Übernahme von Rufbereitschaften auch außerhalb der regulären Dienstzeit
- Die Bereitschaft zur Teilnahme an spezifischen Fortbildungsmaßnahmen
Zudem wäre wünschenswert:
- ein großes Interesse am Umgang mit Texten,
- die Fähigkeit, in der mündlichen und schriftlichen Darstellung auch komplexe Sachverhalte anschaulich zu erklären und detaillierte Analysen verständlich zu erläutern,
- ein hohes Maß an Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit und sozialer Kompetenz,
- Kenntnisse der türkischen, arabischen, chinesischen oder russischen Sprache sowie
- Erfahrungen in einer Sicherheitsbehörde, insbesondere in der Spionageabwehr
Das Verständnis für die besonderen Belange eines Nachrichtendienstes wird vorausgesetzt. Der Arbeitsplatz erfordert ein besonderes Maß an Verschwiegenheit und Zuverlässigkeit sowie eine besondere Sensibilität für die spezifischen rechtlichen und politischen Problemstellungen der Arbeit in einer Verfassungsschutzbehörde.
Geeignete Bewerberinnen und Bewerber müssen bereit sein, sich einer erweiterten Sicherheitsüberprüfung mit Sicherheitsermittlungen (Ü 3) zu unterziehen.
Es wird darauf hingewiesen, dass zu Personen, die in die engere Personalauswahl aufgenommen werden, eine Abfrage im nachrichtendienstlichen Informationssystem NADIS erfolgt, sofern dies zur Durchführung eines Auswahlgespräches erforderlich ist. Sie werden gebeten, sich mit Abgabe der Bewerbung ausdrücklich zu der Frage zu erklären, ob Sie mit einer solchen Abfrage einverstanden sind.
Bei einer erstmaligen Verwendung im Verfassungsschutz sind innerhalb des ersten Jahres zwei Fortbildungsmodule mit einer Dauer von je zwei Wochen zu absolvieren. Das erste Modul erfolgt im digitalen Online-Format im MIKWS, das zweite Modul ist in Präsenz an der Akademie für Verfassungsschutz zu absolvieren. Darüber hinaus sind weitere, fachbezogene Lehrgänge mit einer Dauer von bis zu einer Woche an der Akademie für Verfassungsschutz obligatorisch.
Wir bieten Ihnen
Bei Vorliegen der beamtenrechtlichen und stellenmäßigen Voraussetzungen kann eine Besoldung bis zur Besoldungsgruppe A 11 erreicht werden.
Bei einer Tätigkeit im Beschäftigtenverhältnis ist bei Vorliegen der tariflichen und persönlichen Voraussetzungen eine Eingruppierung bis zur Entgeltgruppe 11 TV-L möglich.
Darüber hinaus bieten wir:
- Zahlung einer Sicherheitszulage für die Dauer der Verwendung in der Verfassungsschutzabteilung
- ein vielfältiges und gemeinwohlorientiertes Aufgabenspektrum
- ein kollegiales Arbeitsklima
- ein vielseitiges Angebot in- und externer Fortbildungen
- individuelle Personalentwicklung
- ergänzende Altersvorsorge für Tarifbeschäftigte (VBL)
- 30 Tage Urlaub im Jahr
- ein vielseitiges betriebliches Gesundheitsmanagement
- eine gute Anbindung an den ÖPNV
- ein Firmenfitnessangebot (Hansefit)
Wir freuen uns auf Sie!
Die Landesregierung setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein und prüft, ob freie Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen, insbesondere mit bei der Agentur für Arbeit arbeitslos oder arbeitssuchend gemeldeten schwerbehinderten Menschen, besetzt werden können. Personen mit einer Schwerbehinderung und ihnen Gleichgestellte werden bei gleichwertiger Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Wir möchten die Vielfalt der Biographien und Kompetenzen in der Landesverwaltung fördern. Deshalb begrüßen wir Bewerbungen, unabhängig von Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion und Weltanschauung, Alter sowie sexueller Identität.
Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben, gleiches gilt für Menschen mit Kenntnissen in niederdeutscher, friesischer oder dänischer Sprache.
Wir streben in allen Beschäftigtengruppen eine chancengleiche Beteiligung von Frauen an. Daher werden Frauen im Falle einer Unterrepräsentation bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Förderung der Teilzeitbeschäftigung liegen im besonderen Interesse der Landesregierung. Deshalb werden an Teilzeit interessierte Bewerberinnen und Bewerber besonders angesprochen. Eine Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich. Gehen entsprechende Bewerbungen ein, wird für den Arbeitsplatz geprüft, ob den Teilzeitwünschen im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten (insbesondere hinsichtlich der Anforderungen des Arbeitsplatzes und der gewünschten Gestaltung der Teilzeit) entsprochen werden kann.
Jetzt bewerben!
Ihre aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (mindestens Lebenslauf, Schul-, Ausbildungs-, Arbeitszeugnisse), bei Bewerbungen aus der öffentlichen Verwaltung mit einer aktuellen Beurteilung und ggf. einer Einverständniserklärung zur Einsichtnahme in die Personalakte, richten Sie bitte mit dem Kennwort „Verfassungsschutz A 11“ bis zum
26. August 2026
an das Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, - Personalreferat IV 13 - Düsternbrooker Weg 92, 24105 Kiel, gerne in elektronischer Form an Frau Marie Steinfatt (marie.steinfatt@im.landsh.de).
Bei Bewerbungen in Papierform bitten wir um Übersendung von Kopien, da die Bewerbungsunterlagen nicht zurückgesandt werden.
Auf die Vorlage von Lichtbildern/Bewerbungsfotos verzichten wir ausdrücklich und bitten daher, hiervon abzusehen.
Ihre personenbezogenen Daten werden zur Durchführung des Bewerbungsverfahrens auf der Grundlage des § 85 Absatz 1 des Landesbeamtengesetzes und § 15 Absatz 1 des Landesdatenschutzgesetzes verarbeitet. Weitere Informationen können Sie unseren Datenschutzbestimmungen entnehmen.
Für beamten- oder tarifrechtliche Fragen sowie Fragen zum Verfahren stehen Ihnen Frau Marie Steinfatt (marie.steinfatt@im.landsh.de oder Telefon 0431/988-33 75) und der Personalreferent Herr Sven Scholze (sven.scholze@im.landsh.de oder Telefon 0431/988-27 13) gern zur Verfügung. Bei Bedarf wird Frau Steinfatt einen direkten Kontakt zum Fachbereich herstellen, um ggf. weiterführende Detailfragen zu den Tätigkeiten und Dienstabläufen im persönlichen Gespräch klären zu können.
Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie hier.
