Anstaltsärztin/Anstaltsarzt (m/w/d)
Öffentliche Stellenausschreibung für Beschäftigte des Landes Schleswig-Holstein und externe Bewerberinnen und Bewerber
In der Justizvollzugsanstalt Lübeck ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle
einer Anstaltsärztin/eines Anstaltsarztes (m/w/d)
auf Dauer in Vollzeit oder Teilzeit zu besetzen.
Über uns
Die Justizvollzugsanstalt Lübeck wurde in den Jahren 1908 – 1909 als „zentrale Strafanstalt“ auf dem „Lauerhöfer Felde“ im Stadtteil Marli gebaut. Die Justizvollzugsanstalt Lübeck verfügt über 357 Haftplätze für Männer zuzüglich 39 Haftplätze in der Sozialtherapie. Sie ist zuständig für den Vollzug der Untersuchungshaft aus dem Landgerichtsbezirk Lübeck. Der Justizvollzugsanstalt Lübeck angeschlossen ist der Frauenvollzug mit 81 Haftplätzen für das gesamte Land Schleswig-Holstein.
Die Justizvollzugsanstalt Lübeck beschäftigt rund 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Aufgaben des Strafvollzuges bestehen darin, die Behandlung und Betreuung der Gefangenen nach ihrer individuellen Eignung so auszurichten, dass der Gefangene im Vollzug der Freiheitsstrafe fähig wird, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen.
Ihre Aufgaben
- Medizinische Behandlung und Versorgung der Inhaftierten, Durchführung von Sprechstunden und Notfallversorgung
- Durchführung richtliniengemäßer Substitution
- Mitwirkung bei der arbeitsmedizinischen Betreuung der Inhaftierten
- Personalverantwortliche/r Vorgesetzte/r der Bediensteten des medizinischen Bereichs mit entsprechender Dienst- und Fachaufsicht
- Fachliche Beratung der Anstaltsleitung
- Bearbeitung von Schriftverkehr, schriftlicher und mündlicher Austausch mit Fachärztinnen und Fachärzten und Kliniken
- Überwachung der Arbeitssicherheit und Hygiene sowie der Diätetik, Prävention und Gesundheitsförderung der Inhaftierten
- Mitwirkung bei der konzeptionellen Weiterentwicklung der Ablauforganisation der medizinischen Abteilung sowie Steuerung der in der Anstalt tätigen externen Fachärztinnen und Fachärzte
- Mitarbeit an medizinischen / vollzuglichen Konzepten
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den in den Justizvollzugsanstalten vertrete-den Berufsgruppen sowie mit Kooperationspartnern Weitere Aufgaben können übertragen werden.
Das bringen Sie mit
Voraussetzungen für die ausgeschriebene Stelle sind:
- Erfolgreicher Abschluss eines Medizinstudiums und der damit verbundene Erwerb der Approbation als Ärztin/Arzt
- Weiterbildung in suchtmedizinischer Grundversorgung oder die Bereitschaft, sich diese kurzfristig anzueignen
Zudem wäre wünschenswert:
- erfolgreicher Abschluss als Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin oder Allgemeinmedizin
- Erfahrungen im notärztlichen Dienst
- Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Psychosomatik und Psychiatrie
- Grundkenntnisse in IT-Standart- und Fachanwendungen
- Verantwortungsbereitschaft
- soziale und interkulturelle Kompetenz
- Kommunikationsfähigkeit und Ausdrucksfähigkeit
- Urteilsfähigkeit- und Auffassungsgabe
- Entschlusskraft und Durchsetzungsfähigkeit
Wir bieten Ihnen
Bei Vorliegen der beamtenrechtlichen und stellenmäßigen Voraussetzungen kann eine Besoldung bis zur Besoldungsgruppe A 16 erreicht werden. Bei einer Tätigkeit im Beschäftigtenverhältnis ist bei Vorliegen der tariflichen und persönlichen Voraussetzungen eine Eingruppierung bis zur Ä 3 des TV-Ärzte möglich.
Beamtinnen und Beamte, die bei einer Justizvollzugseinrichtung tätig sind, erhalten eine Zulage, soweit ihnen Dienstbezüge nach er Besoldungsordnung A zustehen (Vollzugszulage). Beschäftigte erhalten unter den gleichen Voraussetzungen und in der gleichen Höhe eine monatliche Zulage, wie die entsprechende Beamte des Arbeitgebers als Amts- oder Stellenzulage zum Ausgleich der besonderen Anforderungen im jeweiligen Bereich erhalten.
Darüber hinaus bieten wir:
- ein vielfältiges und gemeinwohlorientiertes Aufgabenspektrum
- ein kollegiales Arbeitsklima
- eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die Möglichkeit flexibel zu arbeiten
- ein vielseitiges Angebot in- und externer Fortbildungen
- individuelle Personalentwicklung
- ergänzende Altersvorsorge für Tarifbeschäftigte (VBL)
- 30 Tage Urlaub im Jahr
- Zuschuss zum Deutschland-Ticket oder zum NAH.SH-Jobticket
- ein vielseitiges betriebliches Gesundheitsmanagement
- Möglichkeit des Dienstradleasings
- Teilnahme am Firmenfitness
Wir freuen uns auf Sie!
Die Landesregierung setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein und prüft, ob freie Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen, insbesondere mit beider Agentur für Arbeit arbeitslos oder arbeitssuchend gemeldeten schwerbehinderten Menschen, besetzt werden können. Personen mit einer Schwerbehinderung und ihnen Gleichgestellte werden bei gleichwertiger Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Wir möchten die Vielfalt der Biographien und Kompetenzen in der Landesverwaltung fördern. Deshalb begrüßen wir Bewerbungen, unabhängig von Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion und Weltanschauung, Alter sowie sexueller Identität.
Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben, gleiches gilt für Menschen mit Kenntnissen in niederdeutscher, friesischer oder dänischer Sprache.
Wir streben in allen Beschäftigtengruppen eine chancengleiche Beteiligung von Frauen an. Daher werden Frauen im Falle einer Unterrepräsentation bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Förderung der Teilzeitbeschäftigung liegen im besonderen Interesse der Landesregierung. Deshalb werden an Teilzeit interessierte Bewerberinnen und Bewerber besonders angesprochen.
Jetzt bewerben!
Ihre aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Bewerbungsunterlagen (mindestens Lebenslauf, Schul-, Ausbildungs-, Arbeitszeugnisse), bei Bewerbungen aus der öffentlichen Verwaltung mit einer aktuellen Beurteilung und ggf. Einverständniserklärung zur Einsichtnahme in die Personalakte, richten Sie bitte bis zum
30.08.2026
an das Ministerium für Justiz und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein, Referat II 21 - vertraulich -, Lorentzendamm 35, 24103 Kiel, vorzugsweise in elektronischer Form an Bewerbung.im.Vollzug@jumi.landsh.de. Bei Bewerbungen in Papierform bitten wir um die Übersendung von Kopien, da die Bewerbungsunterlagen nicht zurückgesandt werden.
Auf die Vorlage von Lichtbildern/Bewerbungsfotos verzichten wir ausdrücklich.
Ihre personenbezogenen Daten werden zur Durchführung des Bewerbungsverfahrens auf der Grundlage des § 85 Absatz 1 des Landesbeamtengesetzes und § 15 Absatz 1 des Landesdatenschutzgesetzes verarbeitet. Weitere Informationen können Sie unseren Datenschutzbestimmungen entnehmen.
Für Fragen zum Verfahren steht Ihnen Frau Rohde (mareike.rohde@jumi.landsh.de oder Tel. 0431 / 988 - 2130) zur Verfügung.
Bei fachlichen Fragen zum Aufgabengebiet wenden Sie sich bitte an den Leiter des medizinischen Dienstes, Herrn Stiegler (Tel. 0451/6201502).
Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie hier.
