Die Stelle einer Leiterin bzw. eines Leiters (m/w/d) des Naturwissenschaftlichen Kompetenzzentrums der Verwaltungsgerichtsbarkeit Baden-Württemberg
Beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet die folgende Stelle zu besetzen:
Leiterin bzw. Leiter (m/w/d) des Naturwissenschaftlichen Kompetenzzentrums der Verwaltungsgerichtsbarkeit Baden‑Württemberg
Ausschreibungsnummer 476/20
Informationen zum Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg finden Sie hier.
Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg mit Sitz in Mannheim ist das höchste Verwaltungsgericht des Landes. Er entscheidet über Rechtsmittel gegen die Entscheidungen der vier baden-württembergischen Verwaltungsgerichte in Freiburg, Karlsruhe, Sigmaringen und Stuttgart. Ferner ist der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg erstinstanzlich zuständig für bestimmte technische Großverfahren, etwa im Bereich der Verkehrswegeplanung, und für Normenkontrollen über die Gültigkeit von Satzungen und Rechtsverordnungen.
Ihre Aufgaben:
Bei der Bearbeitung von rechtlichen Streitigkeiten um Infrastrukturvorhaben, wie z. B. Windenergieanlagen und Verkehrswegeplanungen, stellen sich in vielerlei Hinsicht wissenschaftliche Fachfragen. Diese Fragen können unter anderem auf Aspekte des Artenschutzes (geschützte Arten wie z. B. Rotmilan und Fledermäuse), des artenschutzrechtlichen Tötungsverbots, des Schallimmissionsschutzes sowie auf das Vorkommen von Nahrungshabitaten bezogen sein. Die Leiterin / der Leiter (m/w/d) des Naturwissenschaftlichen Kompetenzzentrums unterstützt die Richterinnen und Richter bei der fachlichen Beantwortung dieser Fragen insbesondere durch:
- umfassende themenbezogene Recherchen zur Sichtung und Beschaffung von Erkenntnisquellen aus den Bereichen Wissenschaft, Politik und Verwaltung;
- digitale Dokumentation der gesammelten Quellen in strukturierter bzw. datenbankartiger Form;
- wissenschaftliche Auswertung, Gegenüberstellung und ggf. Bewertung von Erkenntnisquellen in Form von schriftlichen Ausarbeitungen oder Präsentationen.
Die Stelle bietet Ihnen vielseitige und abwechslungsreiche Einblicke in rechtliche Streitigkeiten um Infrastrukturvorhaben. Organisatorische Veränderungen sowie Änderungen im Aufgabenzuschnitt bleiben vorbehalten.
Die Stelle ist voraussichtlich befristet. Es wird angestrebt, die Stelle der Leiterin / des Leiters (m/w/d) des Naturwissenschaftlichen Kompetenzzentrums auch für einen nachfolgenden Zeitraum beizubehalten.
Ihr Profil:
Das sollten Sie mitbringen:
- abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Diplom oder erste Staatsprüfung) oder gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen (z. B. ein Bachelorabschluss mit zusätzlichen Qualifikationen/Tätigkeiten), vorzugsweise in den Fachrichtungen Landschaftsplanung bzw. Landespflege, Landschaftsökologie, Naturschutz, technischer Umweltschutz, Ingenieurwesen oder mit anderweitigem Umweltbezug;
- gute Kenntnisse und Fähigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten (Literaturrecherche, Zitation, Quellenkritik etc.);
- Fähigkeit, komplexe fachliche Zusammenhänge und Problemstellungen schnell zu erfassen sowie präzise und verständlich aufzubereiten;
- gute Kenntnisse der englischen Sprache;
- Kenntnisse über Dokumentationsplattformen und wissenschaftliche Suchmaschinen im Internet.
Juristische Kenntnisse, insbesondere im Immissionsschutzrecht, sowie Kenntnisse in den Bereichen Natur- und/oder Denkmalschutz sind von Vorteil.
Überdurchschnittliches Engagement, sehr gute Umgangsformen sowie gute PC-Kenntnisse (Office-Anwendungen Word, Excel und Power Point), sorgfältige und termingerechte Arbeitsweise, ein hohes Maß an Selbstmanagement und Organisationsfähigkeit sowie Team- und Kommunikationsfähigkeit werden ebenso wie zeitliche Flexibilität vorausgesetzt.
Die Stelle soll mit einer Angestellten / einem Angestellten (m/w/d) besetzt werden. Es erfolgt eine Einstellung in Entgeltgruppe 13 der Entgeltordnung zum TV-L. Die Gehaltsspanne entnehmen Sie bitte der Gehaltstabelle (PDF). Eine spätere Übernahme in das Beamtenverhältnis ist bei Vorliegen der persönlichen und fachlichen Voraussetzungen möglich.
Es werden nur Bewerbungsschreiben berücksichtigt, die in deutscher Sprache verfasst sind und einen tabellarischen Lebenslauf sowie ein Motivationsschreiben enthalten, aus dem hervorgeht, wie die Aufgabenschwerpunkte der Stelle mit dem Lebenslauf (insbesondere den Qualifikationen bzw. Erfahrungen) der Bewerberin bzw. des Bewerbers zusammenpassen.
Wir bieten Ihnen:
- einen attraktiven Arbeitsplatz mit interessanten und abwechslungsreichen Aufgaben;
- eine langfristige berufliche Perspektive bei einem öffentlichen Arbeitgeber;
- flexible Arbeitszeitmodelle zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Möglichkeit des Homeoffice;
- vielfältige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Rahmen unserer Personalentwicklung;
- einen Arbeitgeber-Zuschuss zum Job-Ticket BW bzw. Deutschlandticket Job.
Wir begrüßen Bewerbungen von schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten behinderten Menschen ausdrücklich. Diese werden bei im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Im Bedarfsfall unterstützen wir eine behinderungsgerechte Gestaltung und Ausstattung des Arbeitsplatzes. Bei weiteren Fragen können Sie sich zur Unterstützung gerne auch an die zuständige Hauptvertrauensperson des Ministeriums für Justiz und für Migration wenden. Bewerbungen von Frauen sind besonders erwünscht. Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, sind Vollzeitstellen grundsätzlich teilbar.
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit Ihren vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bis zum 31. Mai 2026 unter Angabe der Kennziffer 476/20 gerne per E‑Mail an poststelle@jum.bwl.de.Die Auswahlgespräche finden im Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg statt.
Sie haben noch Fragen? Fragen zum Aufgabengebiet beantwortet Ihnen gerne Herr Vorsitzender Richter am Verwaltungsgerichtshof Dr. Hug (Tel. 0621/292-4287) und zum Besetzungsverfahren Herr Richter am Arbeitsgericht Vannucchi (Tel. 0711/33501-254).
