Akademische Rätin/akademischer Rat (m/w/d) zur Mitarbeit an einer Langzeitstudie in der hessischen Polizei und Verwaltung
An der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit (HöMS) ist in der Forschungsstelle Extremismusresilienz am Campus Mühlheim frühestens zum 01.08.2026 eine unbefristete Stelle im höheren wissenschaftlichen Dienst als
Akademische Rätin/akademischer Rat (m/w/d)
zur Mitarbeit an einer Langzeitstudie in der hessischen Polizei und
Verwaltung; Fachdisziplin Psychologie
A 13h HBesG
(Kennziffer 2026_01_FBP_IFT_A13h)
in Vollzeit zu besetzen. Sofern die Voraussetzungen für eine Verbeamtung nicht vorliegen, ist auch eine Stellenbesetzung in der EG 13 TV-H möglich. Eine spätere Verbeamtung ist für diesen Fall bei Vorliegen aller beamtenrechtlichen Voraussetzungen möglich.
Der Arbeitsort ist am Campus Mühlheim an der Forschungsstelle Extremismusresilienz, die dem Institut für Forschung und Transfer zugeordnet ist. Die Lehre ist im Rahmen der Studiengänge des Fachbereichs Polizei und dort in der Fachdisziplin Psychologie zu erfüllen.
Die Forschungsstelle und die Hochschule
Die Forschungsstelle „Extremismusresilienz“ analysiert unterschiedliche Phänomenbereiche des politischen Extremismus, unter anderem Rechtsextremismus, Islamismus und Linksextremismus sowie neue diffusere Extremismen, die sich den bisherigen Kategorien entziehen. Sie beschäftigt sich mit extremistischen Einstellungen und mit dem Umgang mit verschiedenen Extremismen, u. a. in staatlichen Institutionen. Durch ihre Positionierung in der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit kann sie die interdisziplinären Expertisen unmittelbar für die Polizei und die öffentliche Verwaltung nutzbar machen und diese in die Forschung einbringen. Auf dieser Basis entwickelt und evaluiert die Forschungsstelle präventive Ansätze, Fortbildungsangebote und Ausbildungsinhalte für Polizei und Verwaltung, aber auch für andere Akteure der Extremismusprävention, Demokratieförderung und politischen Bildung.
Die Hochschule bildet in zwei Fachbereichen an den vier Campus Gießen, Kassel, Mühlheim und Wiesbaden den Nachwuchs des gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienstes und des gehobenen Polizeivollzugsdienstes sowie die zugelassenen Tarifbeschäftigten des Landes, der Gemeinden, Gemeindeverbände und sonstigen der Aufsicht des Landes unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts aus und fort. Darüber hinaus nimmt die HöMS als Auftragsangelegenheit die Fortbildung der Beschäftigten der hessischen Landesverwaltung sowie als polizeiliche Aufgaben nach dem Hessischen Gesetz für die öffentliche Sicherheit und Ordnung die Fortbildung aller Polizeibediensteten des Landes, das Nachwuchsmanagement und die Einstellung von Polizeianwärterinnen und ‑anwärtern, die Beratung und Unterstützung der Polizeibehörden, die Leistung polizeipsychologischer Dienste, die Mitwirkung bei der Fortentwicklung polizeilicher Führungs- und Einsatzmittel und die Verantwortlichkeit für die Koordinierung und Durchführung internationaler polizeilicher Ausbildungs- und Ausstattungshilfe wahr.
Die Langzeitstudie in der hessischen Polizei und Verwaltung befasst sich mit folgenden Erhebungsdimensionen:
- Berufsmotivation, Arbeitszufriedenheit und Arbeitsalltag
- Organisationsstrategie, Organisationsentwicklung und Führung
- Werte und Einstellungen
Ihre Aufgaben
Zum Aufgabenspektrum der ausgeschriebenen Stelle gehören insbesondere:
- Mitarbeit an der Durchführung einer multimethodischen Langzeitstudie in der hessischen Polizei und Verwaltung, ggf. langfristig mit einer Erweiterung auf zivilgesellschaftliche Träger. Ziel ist es, wiederkehrend Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich Einstellungen zu (1) Berufsmotivation, Arbeitszufriedenheit und Arbeitsalltag, (2) Organisationsstrategie, Organisationsentwicklung und Führung sowie (3) Werten und Einstellungen über die Zeit ändern und welche Maßnahmen sich daraus ableiten lassen.
- Mitarbeit in der Forschungsstelle Extremismusresilienz in deren verschiedenen Forschungs- und Transferaufgaben sowie Mitarbeit im Institut für Forschung und Transfer
- Lehre in Höhe von 6 Semesterwochenstunden in den Studiengängen des Fachbereich Polizei innerhalb der Fachdisziplin Psychologie, vorwiegend am Campus Mühlheim
Die Anforderungen
Sie sollten folgende Voraussetzungen erfüllen:
- eine abgeschlossene Promotion im Fach Psychologie oder unmittelbar angrenzender Disziplinen
- ein abgeschlossenes Universitätsstudium der Psychologie (Master oder Diplom)
- sehr gute Kenntnisse quantitativer Methoden (Datenerhebung und Datenauswertung)
- Kenntnisse in der Einstellungsforschung und in der Durchführung und Umsetzung von quantitativen Erhebungen
- sicherer Umgang mit Befragungs- und Statistiksoftware
- idealerweise Erfahrungen in der Forschung zu Polizei und/oder anderen staatlichen Institutionen
- Publikationserfahrung in internationalen und in deutschsprachigen Fachzeitschriften
- nachgewiesene Erfahrungen in der hochschulischen Lehre im Fachgebiet Psychologie sind wünschenswert
- Erfahrungen im Projekt- und Veranstaltungsmanagement sowie Bereitschaft zur multidisziplinären Zusammenarbeit und zur Vermittlung von Forschungsergebnissen an die politische und gesellschaftliche Öffentlichkeit sind wünschenswert
- sehr gute mündliche und schriftliche Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache;
- sicherer Umgang mit gängiger Bürosoftware
Ihre Bewerbungsunterlagen sollten zu den Profilanforderungen die entsprechenden Nachweise (z. B. Zeugnisse und Zertifikate) enthalten. Unvollständig vorgelegte Bewerbungen können zum Ausschluss aus dem Verfahren führen.
Wir bieten Ihnen:
- Mitarbeit in einer deutschlandweit einmaligen Forschungsstelle und einem multidisziplinären Forschungsteam
- die Möglichkeit der Lehre in der Polizeiausbildung des Landes Hessens in einem engagierten und ebenfalls multidisziplinären Fachbereichsteam
- eine vielfältige Tätigkeit mit Gestaltungsspielraum und der Möglichkeit, an Fortbildungen zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung teilzunehmen
- Möglichkeit von Homeoffice
- grundsätzlich einen ergonomisch ausgestatteten Arbeitsplatz sowie ein hochschulisches Gesundheitsmanagement und ein umfangreiches Sport-Angebot
Bei einer Einstellung im Tarifbereich:
- Ergänzung der gesetzlichen Rente durch eine zusätzliche Altersversorgung der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder
- Jahressonderzahlung und für Tarifbeschäftigte zusätzlich Kinderzulage nach dem TV-H
Rahmenbedingungen
Wir begrüßen Bewerbungen von allen Menschen, unabhängig von deren Geschlecht und geschlechtlichen Identität, ethnischer Herkunft und Nationalität, Alter, Religion und Weltanschauung, Behinderung, sexuellen Orientierung und Identität oder sozialen Herkunft. Eine generelle Erhöhung des Frauenanteils in allen Bereichen und Positionen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, wird angestrebt. Die Bewerbungen von qualifizierten Frauen sind daher besonders erwünscht. Menschen mit Behinderungen i. S. d. § 2 Abs. 2 SGB IX werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Ehrenamtliches Engagement wird in Hessen gefördert. Sofern Sie ehrenamtlich tätig sind, wird gebeten, dies in den Bewerbungsunterlagen anzugeben. Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.
Die Hochschule wurde mit dem Gütesiegel „Familienfreundliche Hochschule Land Hessen“ ausgezeichnet. Der Arbeitsplatz wird im Rahmen des hochschulischen Gesundheitsmanagements ergonomisch ausgestattet.
Beschäftigte des Landes Hessen erhalten ein kostenfreies Landesticket, mit dem sie im gesamten Land Hessen kostenfrei den öffentlichen Personennahverkehr nutzen können.
Bitte bewerben Sie sich unter der Kennziffer 2026_01_FBP_IFT_A13h bis zum 26.05.2026 im Online-Bewerberportal des Landes Hessen.
Es wird gebeten, von Bewerbungen per Post oder per Mail abzusehen. In begründeten Ausnahmefällen (z.B. eine Sehbehinderung) ist auch eine Übersendung der Bewerbung auf dem Postweg an die
Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit
Schönbergstr. 100
65199 Wiesbaden
oder per E-Mail an stellenausschreibungen@hoems.hessen.de (eine PDF-Datei) möglich. Eine Rücksendung von Bewerbungsunterlagen und Mappen erfolgt jedoch nicht.
Die Erfassung und Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zwecke der Durchführung des Bewerbungsverfahrens erfolgt auf der Grundlage des § 23 des Hessischen Datenschutz- und Informationsfreiheitsgesetzes (HDSIG). Informationen im Hinblick auf die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten gemäß Art. 13 der Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 finden Sie in unserer Datenschutzgrundverordnung.
Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an den Leiter der Forschungsstelle Extremismusresilienz Herrn Prof. Dr. Junk (julian.junk@hoems.hessen.de) und an den Studiendekan des Fachbereichs Polizei, Herrn Tim Haini (tim.haini@hoems.hessen.de). Für Rückfragen rund um Ihre Bewerbung steht Ihnen Frau Schmitt-Hoffner (Tel. 0611/ 3256 – 8314; E-Mail: stellenausschreibungen@hoems.hessen.de) zur Verfügung.
