Wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftlicher Mitarbeiter (w/m/d) für Digital Humanities und Datenmanagement
Das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin (IfZ) sucht für die neu aufzubauende Abteilung ZEitgeschichteTRAnsfer (ZETRA) zum 1. Januar 2027
eine wissenschaftliche Mitarbeiterin/einen wissenschaftlichen Mitarbeiter (w/m/d) für Digital Humanities und Datenmanagement.
Die unbefristete 50 %-Teilzeitstelle (20 Std./Woche) wird mit Entgeltgruppe 13 TV-L vergütet. Arbeitsort ist München.
Das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin (IfZ) ist eine selbstständige außeruniversitäre Forschungseinrichtung, die die gesamte deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart in ihren europäischen und globalen Bezügen erforscht. Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und wird vom Bund und den Ländern institutionell finanziert, darüber hinaus wirbt das IfZ selbst Drittmittel für vielfältige Forschungsprojekte zur Zeitgeschichte ein.
Das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin gründet mit ZEitgeschichteTRAnsfer (ZETRA) eine zweisprachige Plattform (deutsch/englisch) für den Transfer forschungsbasierten zeithistorischen Wissens in Politik und Gesellschaft. ZETRA bereitet die Erkenntnisse aktueller zeithistorischer Forschung auf und macht dieses Reflexionswissen für Entscheidungsträgerinnen und -träger in Politik und Gesellschaft in Deutschland und darüber hinaus verfügbar. Ziel ist es, das demokratische Entscheidungs- und Handlungsvermögen zu unterstützen. ZETRA ist dem pro- wie reaktiven Transfer verpflichtet. Es stellt zeithistorisches Orientierungswissen unabhängig, transparent und plural zur Verfügung. ZETRA liefert Expertise für alle Themen der Zeitgeschichte. Dabei konzentriert es sich auf drei Aufgabenbereiche: erstens, die Zusammenfassung, Aufbereitung und Vermittlung von Forschungsergebnissen; zweitens werden Expertise, Beratung und Mediation verzahnt; drittens fungiert ZETRA als Dienstleister für das Fach Zeitgeschichte und als Schnittstelle für die Transferkompetenz der Leibniz-Gemeinschaft. Die Vermittlung erfolgt über den aufzubauenden digitalen Informationsraum Zeitgeschichte, über individuelle, situativ verfügbare Beratung sowie über neu zu entwickelnde interaktive Beratungsformate.
Ihre Aufgaben:
- Betreuung und Weiterentwicklung von Repositorien, Datenpublikationsdiensten und Weboberflächen für den digitalen Informationsraum;
- Koordination und Abstimmung zwischen ZETRA, Forschungsabteilungen, Archiv, Bibliothek und IT bzgl. der digitalen Präsentationsformate;
- Entwicklung von Konzepten und Datenmodellen zur nachhaltigen Sicherung, Bereitstellung und Nachnutzbarkeit digitaler Forschungsdaten;
- Mitwirkung an der digitalen Strategie des Instituts;
- Aufbau und Pflege von Kooperationen im Bereich Transfer, Digital Humanities und historischer Forschungsinfrastrukturen.
Ihr Profil:
- sehr guter Master-, Magister- oder Diplomabschluss in Digital Humanities, Informationswissenschaften oder sehr guter Master-, Magister- oder Diplomabschluss in Geschichtswissenschaften, Kulturwissenschaften bzw. einem verwandten Fach mit nachgewiesenen praktischen Erfahrungen im Bereich Digital Humanities, Forschungsdatenmanagement oder digitale Forschungsinfrastrukturen;
- Kenntnisse im Umgang mit historischen Forschungsdaten sowie deren Dokumentation, Archivierung und Nachnutzung;
- Kenntnisse in webbasierten Technologien, X-Technologien sowie weiteren Datenformaten und Programmiersprachen (z. B. HTML/CSS, XSLT, JSON, Python, R, JavaScript);
- Kenntnisse einschlägiger Metadatenstandards und -protokolle (z. B. Dublin Core, MARC21, METS/MODS, EAD, OAI-PMH) sowie von Linked-Data-Technologien und Normdaten (z. B. RDF/SPARQL, GND, Wikidata);
- Kenntnisse einschlägiger Werkzeuge für Datenpflege, Versionskontrolle und Forschungsdatenmanagement (z. B. OpenRefine, Git);
- ausgeprägte Kommunikations- und Beratungskompetenz;
- Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Forschung, Informationsinfrastrukturen und IT;
- selbstständige, strukturierte und lösungsorientierte Arbeitsweise;
- sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse;
- gute Kenntnisse der deutschen Zeitgeschichte erwünscht.
Wir bieten Ihnen:
- eine interessante, abwechslungsreiche Tätigkeit in einem fachlich anspruchsvollen Aufgabengebiet;
- ein anregendes und lebendiges Arbeitsumfeld;
- eine zukunftssichere und unbefristete Stelle im öffentlichen Dienst
- flexible Arbeitszeitgestaltung im Rahmen eines attraktiven Gleitzeitmodells;
- attraktive Sozialleistungen wie z. B. eine betriebliche Altersvorsorge (VBL) sowie vermögenswirksame Leistungen;
- Möglichkeiten für Weiterbildungen und Weiterqualifikationen;
- vielfältige Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des IfZ;
- sehr gute Arbeitsbedingungen und ein angenehmes Arbeitsklima.
Das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin strebt in allen Beschäftigungsgruppen eine ausgewogene Geschlechterrelation an. Wir fördern Frauen und fordern sie deshalb ausdrücklich zur Bewerbung auf. Ziel ist es zudem, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu verbessern. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (insbesondere ein Lebenslauf mit detailliertem beruflichem Werdegang, Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse sowie ggf. weiteren einschlägigen Nachweisen) richten Sie bitte unter Angabe der Referenznummer M2026-12 in Form einer pdf-Datei (max. 10 MB) per E-Mail (bewerbung@ifz-muenchen.de) bis zum 23. August 2026 an die Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin, Prof. Dr. Isabel Heinemann, Leonrodstraße 46b, 80636 München. Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich in der 39. Kalenderwoche statt.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Bei Rückfragen können Sie sich an die Stellvertretende Direktorin des IfZ, Prof. Dr. Martina Steber (steber@ifz-muenchen.de), wenden.
Im Rahmen Ihrer Bewerbung übermitteln Sie personenbezogene Daten. Beachten Sie dazu die Datenschutzhinweise unter https://www.ifz-muenchen.de/datenschutz-bewerbung.
