Psychologin bzw. Psychologe (m/w/d) für Begabungsförderung und -diagnostik
Im Landesamt für Schule und Bildung sind am Standort Radebeul mit Arbeitsort an einem der fünf Kompetenzzentren zum nächstmöglichen Zeitpunkt fünf Stellen als
Psychologin bzw. Psychologe (m/w/d) für Begabungsförderung und -diagnostik
in der Beratungsstelle zur Begabtenförderung im Referat 62 – Qualitätsentwicklung an allgemeinbildenden Schulen – unbefristet zu besetzen.
Das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) ist die nachgeordnete Schulaufsichtsbehörde des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und insbesondere für die Beratung und Unterstützung der Schulen bei der eigenverantwortlichen Wahrnehmung ihrer Aufgaben und für die Sicherung und Verbesserung der Qualität schulischer Arbeit gemeinsam mit den Schulen verantwortlich.
Die 2018 gemeinsam von Bund und Ländern gestartete Initiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) hat das Ziel, leistungsstarke und potenziell leistungsfähige Schülerinnen und Schüler systematisch zu erkennen und im schulischen Kontext gezielt zu fördern.
Dafür hat der Freistaat Sachsen im System der sächsischen Begabtenförderung besondere Strukturen und Standorte geschaffen.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Beratungsstelle zur Begabtenförderung (BzB). Sie bietet seit ihrer Gründung 2008 ein landesweit operierendes und vernetztes Angebot zur Einzelfallberatung, systemischen Beratung und Förderung über alle Bildungsstufen hinweg an und ist vom SMK mit der Landeskoordination des LemaS-Transfernetzwerks beauftragt.
Verantwortung für den Transfer in der Region tragen die folgenden fünf Kompetenzzentren für Begabungs- und Begabtenförderung als Koordinationsschulen:
- Humboldt-Gymnasium Radeberg
- Johannes-Kepler-Gymnasium Chemnitz
- Gymnasium Dresden-Plauen
- Anton-Philipp-Reclam-Schule – Gymnasium der Stadt Leipzig und
- Gymnasium St. Augustin Grimma
Diese steuern die schulartübergreifenden LemaS-Transfernetzwerke und begleiten die Implementierung von Konzepten und Materialien zur begabungsförderlichen Unterrichts- und Schulentwicklung.
Ihre zukünftigen Aufgaben umfassen insbesondere:
- Mitarbeit in einem multiprofessionellen Team an der LemaS-Koordinationsschule sowie im Team der BzB,
- Begleitung und Erprobung schulartspezifischer sowie schulartübergreifender Modelle zur Begabtenförderung im Rahmen der LemaS-Transferphase (u. a.: Drehtür, Mentoring, diagnosebasierte individuelle Förderung, selbstreguliertes forschendes Lernen im MINT-Bereich) unter psychologischen Aspekten,
- Beratung und Begleitung der Schulen im Netzwerk,
- Angebote zur Supervision und kollegialen Fallberatung an LemaS- Netzwerkschulen und Kitas,
- Psychologische Informations- und Beratungsangebote für Eltern bzw. Sorgeberechtigten zu Fragen der begabungsgerechten Bildungslaufbahn (u. a. zur Problematik von Akzelerationsmaßnahmen),
- Anwendung differenzierter Diagnoseverfahren und Ableitung stärkenorientierter Förderstrategien zur Potenzialentfaltung,
- Einsatz und Weiterentwicklung wirksamer Identifikations- und Förderkonzepte für sogenannte Underachiever,
- Beratung von Lehrkräften und Mitwirkenden im multiprofessionellen Team im Umgang mit besonders begabten Kindern,
- Mitwirkung bei der Entwicklung von Konzepten und Materialien zu differenzierten Formen der pädagogisch-psychologischen Diagnostik im schulischen Kontext.
Zwingende Voraussetzungen für die Wahrnehmung Ihrer Aufgaben sind:
- Der Abschluss als Diplompsychologin/Diplompsychologe oder Master of Science in Psychologie (Nachweis durch entsprechende Zeugnisse) bzw. der absehbare Erwerb eines entsprechenden Abschlusses bis zum Einstellungszeitpunkt.
Im Falle eines Master-Abschlusses muss diesem zwingend ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss der Psychologie vorangegangen sein (Bachelor of Science in Psychologie; der Nachweis ist beizufügen). Zudem muss die Kombination aus Bachelor- und Masterabschluss mindestens 300 ECTS umfassen.
Fachhochschulstudiengänge erfüllen die Voraussetzung nur, wenn es sich um akkreditierte Masterstudiengänge handelt (Akkreditierungsnachweis ist beizufügen).
Sofern Sie einen ausländischen Hochschulabschluss erlangt haben, fügen Sie Ihren Bewerbungsunterlagen einen Auszug aus der anabin-Datenbank oder einen Nachweis über die Anerkennung des Abschlusses durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen der Kultusministerkonferenz bei. Weitere Informationen können der Internetseite https://kmk.org/zab entnommen werden,
- praktische Erfahrungen in pädagogisch-psychologischen Arbeitsfeldern mit Kindern und/oder Jugendlichen,
- theoretische und anwendungsbezogene Kenntnisse auf den Gebieten Entwicklungspsychologie und pädagogische Psychologie sowie Beratung und Diagnostik,
- Vorlage eines eintragungsfreien erweiterten Führungszeugnisses (erst im Rahmen des Vertragsabschlusses erforderlich),
- Nachweis des ausreichenden Masernimpfschutzes bzw. der Masernimmunität gemäß § 20 Abs. 9 Infektionsschutzgesetz (IfSG) für Personen, die nach dem 31.12.1970 geboren sind (Vorlage erst im Rahmen des Vertragsabschlusses erforderlich),
- sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift auf dem Qualifizierungsniveau C2.
Im Rahmen Ihrer Tätigkeit werden erwartet:
- ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Flexibilität,
- ein kooperativer Arbeitsstil sowie eine gute Kommunikations- und Ausdrucksweise,
- Flexibilität, Zuverlässigkeit und ein freundliches Auftreten,
- selbstständiges, ergebnisorientiertes Arbeiten, Engagement und Entscheidungsfreude,
- Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern,
- der sichere Umgang mit den Softwareprogrammen des MS-Office-Paketes,
- ein Führerschein der Klasse B sowie die Bereitschaft zu Dienstreisen,
- die Bereitschaft zum Einsatz eines privaten Kraftfahrzeugs für dienstlich erforderliche Fahrten (gegen Erstattung der Fahrtkosten nach SächsRKG).
Von Vorteil sind:
- Kenntnisse in Supervision und/oder systemischer Beratung.
Rahmenbedingungen:
- Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L. Die Zuordnung zu einer Erfahrungsstufe richtet sich nach der Berufserfahrung der Bewerberin bzw. des Bewerbers.
- Der Arbeitsort befindet sich schulscharf jeweils an einem der fünf Kompetenzzentren. Bitte geben Sie in Ihrer Bewerbung die bevorzugte Einsatzschule bzw. eine Priorisierung an, sofern Sie sich den Einsatz an mehreren Schulen vorstellen können.
- Die Stellen sind in Vollzeit mit einer Wochenarbeitszeit von 40 h zu besetzen.
Sofern dienstliche Gründe nicht entgegenstehen, besteht die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit. Sofern eine solche gewünscht wird, geben Sie bitte den beabsichtigten Beschäftigungsumfang an.
Wir bieten Ihnen:
- ein gutes Arbeitsklima in einem engagierten und professionellen interdisziplinären Team,
- flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten sowie nach einer angemessenen Einarbeitungszeit die Möglichkeit dezentraler Arbeit (mobile Arbeit bzw. Telearbeit) im Rahmen der geltenden Dienstvereinbarungen,
- regelmäßige Fortbildungsmöglichkeiten,
- eine zusätzliche tarifvertragliche betriebliche Altersversorgung (VBL),
- am Jahresende eine Sonderzahlung gemäß § 20 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L),
- ein behördliches Gesundheitsmanagement mit Angeboten zur Gesundheitsförderung und
- eine gute Anbindung an den ÖPNV sowie die Möglichkeit zur Inanspruchnahme eines Jobtickets der Deutschen Bahn bzw. des entsprechenden Verkehrsverbundes in Sachsen.
Schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Bewerberinnen und Bewerber werden nach Maßgabe des SGB IX bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt. Sie werden daher aufgefordert sich zu bewerben. Zur angemessenen Berücksichtigung ist ein entsprechender Nachweis den Bewerbungsunterlagen beizulegen.
Soweit Sie die vorgenannten Voraussetzungen erfüllen, bitten wir um Ihre Bewerbung unter Angabe des Aktenzeichens R12-0321/329/27 , möglichst per E-Mail, an:
Bewerbung-Verwaltung-R@lasub.smk.sachsen.de
Bewerbungsfrist ist der 23. September 2026.
Anhänge fügen Sie bitte im pdf-Format bei.
Sie haben Fragen? Rufen Sie uns gern an. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

