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Die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter mit Sitz in Wiesbaden sucht für ihre Geschäftsstelle ab dem 01.11.2026
Eine/n Wissenschaftliche/n Mitarbeitende/n (m/w/d) in Vollzeit
Schwerpunkt Menschenrechte, Asyl- und Aufenthaltsrecht
Arbeitsort: Wiesbaden | zunächst befristet bis 31.12.2027 | TVöD-Bund
Die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter ist Deutschlands unabhängige Einrichtung zur Wahrung menschenwürdiger Unterbringung und Behandlung im Freiheitsentzug nach dem Zusatzprotokoll zur UN-Antifolterkonvention. Unsere Arbeit steht für unabhängige Kontrolle, Transparenz und den Schutz fundamentaler Menschenrechte.
Die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter besteht aus einer unabhängigen Expertenkommission mit ehrenamtlichen Mitgliedern und wird von einer hauptamtlichen, interdisziplinären Geschäftsstelle unterstützt, die organisatorisch an die Kriminologische Zentralstelle angegliedert ist.
Mit neuen europäischen Verordnungen übernimmt die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter eine zentrale Aufgabe im Rahmen des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS): den Aufbau und die Durchführung eines unabhängigen Monitoring-Mechanismus. Ziel ist die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften über die Inhaftnahme und die Unterbringung im Asylgrenzverfahren und im Überprüfungsverfahren. Der Monitoring-Mechanismus stärkt Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und den Schutz vulnerabler Gruppen innerhalb Europas.
Für diese verantwortungsvolle und gesellschaftlich hochrelevante Aufgabe suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n
Juristin/ Juristen (m/w/d)
Die Stelle ist projektbedingt zunächst bis zum 31.12.2027 befristet. Da es sich bei dem Monitoring-Mechanismus jedoch um eine dauerhafte europarechtliche Aufgabe handelt, streben wir perspektivisch eine Entfristung der Stelle an.
Ihre Aufgaben
- Mitarbeit bei dem Aufbau und der Umsetzung des unabhängigen Menschenrechts-Monitorings im GEAS
- Juristische Analyse europäischer und nationaler asyl- und menschenrechtlicher Fragestellungen
- Erstellung von Berichten, Stellungnahmen und fachlichen Analysen in Kooperation mit den ehrenamtlichen Mitgliedern
- Fachliche Vorbereitung von Besuchen und Dienstreisen
- Begleitung der ehrenamtlichen Mitglieder bei der Beobachtung und Bewertung von Inhaftnahme und Unterbringungsbedingungen
- Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Institutionen sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren
Ihr Profil
Sie verfügen über ein überdurchschnittlich erfolgreich abgeschlossenes Erstes Juristisches Staatsexamen und zeichnen sich durch ein ausgeprägtes Interesse an Menschenrechten sowie am europäischen Asyl- und Aufenthaltsrecht aus.
Ein Zweites Juristisches Staatsexamen und/oder einschlägige praktische Erfahrung in diesen Rechtsgebieten sind von Vorteil. Die Stelle richtet sich ausdrücklich auch an engagierte Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger.
Darüber hinaus bringen Sie mit:
- ausgeprägte soziale Kompetenz, hohe Belastbarkeit und interkulturelle Sensibilität
- sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
- weitere Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil
- eine selbstständige, verantwortungsbewusste engagierte Arbeitsweise sowie ausgeprägte Teamfähigkeit
- Freude an der Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlichster Herkunft und aus vielfältigen beruflichen und gesellschaftlichen Kontexten.
Wir bieten
- eine sinnstiftende Tätigkeit mit hoher gesellschaftlicher und europäischer Relevanz
- spannende Einblicke in nationale und internationale Menschenrechtsarbeit
- Mitarbeit in einem interdisziplinären und engagierten Team
- ein modernes und wertschätzendes Arbeitsumfeld
- Vergütung nach TVöD-Bund entsprechend der persönlichen Voraussetzungen
- Perspektive auf langfristige Beschäftigung im Rahmen einer europäischen Daueraufgabe
Wir freuen uns über Bewerbungen aller qualifizierten Personen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter, Behinderung oder sexueller Orientierung.
Bewerbungsinformationen
Arbeitsort ist Wiesbaden.
Bitte richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung unter Angabe der Kennziffer 2026 - 04 bis zum 14.09.2026 per E-Mail in einem zusammenhängenden PDF-Dokument an die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter, Luisenstr. 7, 65185 Wiesbaden: bewerbung@nationale-stelle.de.
