Logo Interamt

58,6 Prozent: Der Public Sector ist weiblich

In den letzten 25 Jahren hat sich die Frauenquote in der öffentlichen Verwaltung stärker erhöht als in fast jeder anderen Branche. Ein Zeichen für mehr Gleichberechtigung oder gibt’s noch Luft nach oben?

Frau lehnt an der Wand und hält geöffneten Ordner in hellem Büro.

Laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes: Der öffentliche Dienst in Deutschland ist weiblicher geworden – und das deutlich. Während 1998 rund 50,3 Prozent der Beschäftigten Frauen waren, lag ihr Anteil 2023 bereits bei 58,6 Prozent. Innerhalb von 25 Jahren ist der Frauenanteil damit um gut acht Prozentpunkte gestiegen.

Doch was bedeutet diese Entwicklung? Und welche Faktoren stecken dahinter?

Der öffentliche Dienst bietet im Vergleich zu vielen privatwirtschaftlichen Branchen verlässliche Arbeitszeiten, hohe Arbeitsplatzsicherheit und gute Vereinbarkeitsmöglichkeiten von Familie und Beruf. Teilzeitmodelle, Elternzeitregelungen und flexible Arbeitsformen spielen hier eine wichtige Rolle.

Bereiche wie Bildung, Verwaltung, Gesundheit und soziale Dienste – traditionell mit höherem Frauenanteil – sind im öffentlichen Dienst stark vertreten. Gleichzeitig sind neue Tätigkeitsfelder entstanden, in denen Frauen zunehmend vertreten sind.

Wird sich der Trend fortsetzen? Vieles spricht dafür. Themen wie Digitalisierung, demografischer Wandel und Fachkräftemangel könnten die öffentliche Verwaltung weiter verändern. Gleichzeitig wächst der Anspruch an Chancengleichheit – nicht nur beim Zugang, sondern auch bei Karrierewegen.